Live aus Randolph, USA

18.07.2019

Dank eines neuen Projektes der Schindler Berufsbildung, ASTA – Auslanderfahrung für Schindler Technik Auszubildende, kann dieses Jahr zum ersten Mal ein Lernender während der Lehre für drei Monate im Ausland arbeiten.

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Ivan Zimmermann mit Flagge

Elektroniker Ivan Zimmermann wird anfangs Juli in die USA zu einer anderen Schindler Konzerngesellschaft reisen, seine bereits erworbenen Kenntnisse weiterentwickeln und interkulturelle Erfahrungen sammeln.

Die Herausforderung liegt darin, dass er den Schulstoff auf Distanz und mit Zeitverschiebung nachholen muss. Ivan wird uns in nachfolgendem Blog wöchentlich über seine Erlebnisse berichten.

Nebst Ivans persönlicher Bereicherung ermöglicht uns ASTA, erste Erkenntnisse für die Zukunft zu sammeln:

  • Einen Teil der Lehre auf Distanz dank digitalen Medien
  • Interkulturelle Austausche fördern und Unterschiede identifizieren
  • Schindler Konzerngesellschaften weltweit in der Implementierung des dualen Bildungssystems unterstützen
  • Fachkräfte langfristig an die Firma binden

Das ASTA Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung Luzern im Rahmen von MobiLingua und der Berufsfachschule Emmen (BBZW) durchgeführt.


Ivans Blog

Schindler Randolph
Schindler Geschäftsstelle in Randolph

18.07.2019
Die Ankunft

Ich bin am 14. Juli, nach einem langen Flug, gut am John F. Kennedy Flughafen gelandet. Von dort wurde ich zu meiner Gastfamilie gefahren. Da es in New York neblig war, konnte ich leider die Skyline nicht sehen, was allerdings nicht allzu schlimm ist, da ich die Stadt zu einem späteren Zeitpunkt noch besuchen werde.

An meinem ersten Arbeitstag bekam ich ein Auto und da fiel mir auf, dass die Strassenbeschriftung in den USA etwas von Schweizerischen abweicht. In den ersten Tagen habe ich mich ein wenig verfahren. Das Gute daran war, dass ich etwas von der Nachbarschaft sah. New Jersey ist sehr bewaldet und hat viele Wohnsiedlungen, wie man sie aus Filmen kennt.

Ansonsten habe ich mich bereits gut eingelebt. Meine Arbeiten sind sehr interessant und ich verstehe mich super mit den anderen Mitarbeitern. Ich habe bereits ein Safety Training absolviert und darf deshalb auch Aufgaben im Test-Turm erledigen. Das ist besonders interessant, da ich hier direkt an den Aufzügen arbeite.

Nächste Woche werde ich mich mit anderen Praktikanten zusammensetzen und etwas über ihr Schulsystem lernen.


03.07.2019
Vor der Abreise

Mitte Oktober 2018 wurde ich zu einer Sitzung zum Thema Neue Aufgabe eingeladen. Da ich keine Ahnung hatte was mich erwartet, vor allem weil der ASTA Projektleiter dabei war, welcher mehrheitlich Lernende aus dem französischen Raum betreut, ging ich gespannt und unvoreingenommen in die Sitzung. Als man mir das Projekt vorgestellt und gesagt hat, dass ich ausgesucht wurde, war ich sehr überrascht. Ich freute mich sehr darüber und stimmte der Teilnahme zu. 

Für den Aufenthalt in den Staaten benötige ich ein Visum. Von der Schindler Stelle in der USA wurde uns mitgeteilt, dass ich ein J1 Visum (für Studenten) benötige. Da es hiess, dass ein Visum Antrag etwa 2-3 Monate dauert, dachten wir, dass es zeitlich noch passt.

Weil jedoch das Schweizer Schulsystem wegen dem dualen Bildungssystem (schulischer und betrieblicher Teil) so massiv anders ist als das US-Schulsystem, musste ich immer mehr Dokumente vorlegen, die belegten, dass ich die Schule besuche und in einer Firma angestellt bin. Durch dieses Ping Pong verlor ich Zeit. Nach mehr als 3 Monaten und vielen Dokumenten konnten wir endlich mit einem obligatorischen Interview mit den USA weiterfahren. Bei diesem Interview durfte ich nochmals das duale Bildungssystem der Schweiz erklären. Nach etwa 20 Minuten haben sie entschieden, dass J1 Visum zu verweigern, weil sie das duale System nicht verstehen.

Nach dieser Enttäuschung haben wir uns direkt mit der US-Botschaft in Verbindung gesetzt. Die sagten uns dann, dass wir ein B1 in lieu of H3 Visum (für Praktikanten) brauchen. Dank dem Prozess mit dem Antrag des J1 Visums hatten wir sogar schon alle Dokumente. Diese Anfrage verlief reibungslos und nach zwei Wochen erhielt ich das Passbüchlein mit dem Visum zugestellt.

Nun bin ich startklar für die USA und freue mich, dass es endlich losgeht.