Live aus Randolph, USA

01.10.2019

Dank eines neuen Projektes der Schindler Berufsbildung, ASTA – Auslanderfahrung für Schindler Technik Auszubildende, kann dieses Jahr zum ersten Mal ein Lernender während der Lehre für drei Monate im Ausland arbeiten.

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Ivan Zimmermann mit Flagge

Elektroniker Ivan Zimmermann wird anfangs Juli in die USA zu einer anderen Schindler Konzerngesellschaft reisen, seine bereits erworbenen Kenntnisse weiterentwickeln und interkulturelle Erfahrungen sammeln.

Die Herausforderung liegt darin, dass er den Schulstoff auf Distanz und mit Zeitverschiebung nachholen muss. Ivan wird uns in nachfolgendem Blog wöchentlich über seine Erlebnisse berichten.

Nebst Ivans persönlicher Bereicherung ermöglicht uns ASTA, erste Erkenntnisse für die Zukunft zu sammeln:

  • Einen Teil der Lehre auf Distanz dank digitalen Medien
  • Interkulturelle Austausche fördern und Unterschiede identifizieren
  • Schindler Konzerngesellschaften weltweit in der Implementierung des dualen Bildungssystems unterstützen
  • Fachkräfte langfristig an die Firma binden

Das ASTA Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung Luzern im Rahmen von MobiLingua und der Berufsfachschule Emmen (BBZW) durchgeführt.


Ivans Blog

Tele 1 Beitrag
Tele 1 Beitrag zum Projekt ASTA

01.10.2019
Tele 1

Die letzte Schulwoche sollte etwas anders ausfallen als diejenigen davor. Nämlich war Tele1 in der Schule auf Besuch und filmte einen Nachmittag lang den Unterricht. Sie wollten wissen, welche Vorteile man hat, wen man einen Teil der Lehre in Amerika macht und wie es mit der Schule und Lernen aufgeht. Die zusammengestellte Reportage wurde am gleichen Abend im TV ausgestrahlt.

Des Weiteren hatte ich meine Abschlusspräsentation vor meinem Chef. Ich habe aufgezeigt woran ich während meines Aufenthalts gearbeitet habe und wie der Stand der Dinge ist. Eine leicht abgeänderte Präsentation soll ich auch in Ebikon halten, wenn ich zurück bin. Dies war und wird eine gute Übung für die nächsten ABU (Allgemeinbildungsunterricht) Aufgaben, wie zum Beispiel die VA (Vertiefungsarbeit).

Diese Woche ist meine letzte Woche in Randolph und meine Aufgabe ist nur noch meine Projekte zu übergeben.


High Point State Park
High Point State Park

24.09.2019
Endspurt

Mein Aufenthalt in den USA neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Diese Woche wird meine letzte Schulwoche vor den Herbstferien sein. Diejenige darauf, die Letzte in der ich in Randolph arbeite. Danach werde ich eine Woche in New York City verbringen.

Das heisst für mich aktuell, Aufgaben und Projekte abzuschliessen oder soweit vorzubereiten, dass sie übergeben werden können. Diese Woche hatte ich glückerweise genug Zeit für alles. In der Schule hatte ich einen Test und daher sonst nicht so viele Hausaufgaben.

Am Wochenende war das Wetter wieder wunderschön. Ich hatte mir deshalb vorgenommen auf den High Point zu wandern. Das ist der höchste Berg in New Jersey. Mit einer Höhe von 550m ist das im Vergleich zur Schweiz aber natürlich nichts.

Während der Wanderung fiel mir auf, dass die Parks, in denen man sich aufhalten kann, einfach nur riesig sind. Sie haben riesige Spielplätze, einen Strand, Joggingbahnen und viele Wanderwäge. Die Parks hier haben eine unvorstellbare Kapazität.


19.09.2019
Zusammenarbeit mit der Schule

Wenn ich an so vielen verschiedenen und spannenden Projekten arbeite, vergesse ich schnell was sonst noch zu tun wäre. Meine Schularbeiten mache ich beispielsweise öfters ein bis zwei Tage später als meine Mitschüler, da ich nicht wie sie fixe Präsenzzeiten in der Berufsschule habe.

Trotzdem funktioniert die Zusammenarbeit mit der Schule sehr gut. Ich habe einige Mitlernende als Ansprechpersonen, um allfällige Fragen zu klären. Aber nicht nur das, ich habe auch jede Woche einen regelmässigen Termin mit meinem Klassenlehrer. Dort fokussiere ich meine Fragen vor allem auf Probleme mit Testaufbauten und Theorie. Diese Meetings laufen über Microsoft Teams ab und sie helfen enorm am Ball zu bleiben.

Online Meeting mit dem Lehrer
Online Meeting mit dem Lehrer

Des Weiteren werden von der Schule einige Theorieblöcke als Video aufgenommen, hauptsächlich damit ich die Details aus der Theorie mitbekomme. Aber auch, um sie später für Schulungszwecke wiedereinzusetzen. Die Videos werden daher aufwendig zusammengeschnitten.

Wie oben erwähnt kann ich meine Schularbeiten über die ganze Woche verteilen. Dies hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, dass ich an etwas arbeiten kann bis ich an einer guten Stelle zum Aufhören bin. Ein grosser Nachteil, ich habe bis jetzt keine richtige Routine. Ich habe jetzt angefangen einen Teil der Berufskunde am Montag und ABU am Freitagmorgen zu erledigen, damit ich eine gewisse Regelmässigkeit bekomme.

Nächste Woche haben wir den ersten Test, den ich machen darf. Danach werden wir sehen, ob und wie sich der Aufenthalt auf meine Ausbildung auswirkt.


11.09.2019

Sicherheitssystem (Notruf)

Es gibt viele verschiedene Sicherheitssysteme in einem Aufzug. Zum einen gibt es elektrische Systeme wie Sicherungen und zum anderen mechanische wie zum Beispiel Sturzsicherungen.

Ich habe mich diese Woche etwas genauer mit dem Notruf Knopf in der Kabine befasst. Dies ist ein Projekt, von dem ich schon einmal etwas erzählt habe. Anfang 2020 treten neue Sicherheitsvorschriften in den USA in Kraft. Diese sehen neu eine höhere Benutzerfreundlichkeit für taube und blinde Personen vor. Mit dieser Änderung sind die momentanen Lösungen nicht mehr ausreichend. Meine Aufgabe ist es, das momentane System zu verbessern. Das Upgrade soll eine Video Aufnahme, die den Inhalt der Kabine aufzeigt und ein simples Textsystem mit ja/nein Fragen, wie zum Beispiel «Stecken Sie fest?», beinhalten.

Vereinfachtes Schema für das Projekt
Vereinfachtes Schema für das Projekt

Da schon von verschiedenen Personen daran gearbeitet wurde, habe ich zuerst alle Informationen, die schon da waren, zusammengetragen. Dabei kam auch ein erster Prototyp hervor. Der Prototyp ist auf einem Raspberry Pi (einen simplen kleinen Computer) aufgebaut. Da ich keine persönliche Erfahrung mit dem Raspberry hatte, kam es wie es kommen musste. Ich habe irgendetwas falsch eingegeben das danach nicht mehr bearbeitet werden konnte. Glücklicherweise konnte man den Fehler aber beheben. Nächste Woche darf ich es dann wieder versuchen.


Ivan bei der Arbeit
Ivan bei der Arbeit

04.09.2019
Schularbeiten

Die Zeit vergeht wie im Flug. Es sind nur noch 5 Wochen, die ich hier in New Jersey verbringen darf. Die Schule schaut aber, dass mir nicht langweilig wird. Sie hat einige Aufgaben zusammengestellt, die teilweise auch benotet werden.

Wie beispielsweise das Interview in ABU (Allgemeinbildungsunterricht), dass ich letzte Woche bereits erwähnt habe. Wir sollen einen Berufsbildner interviewen und zum Bewerbungsablauf befragen.

Zu dieser Aufgabe habe ich diese Woche einige Interviewfragen vorbereitet. Dabei bemerkte ich, dass ich einfach annehme, dass der amerikanische Bewerbungsprozess genau gleich abläuft wie in der Schweiz. Dies ist aber nicht der Fall. Ihre Bewerbungen sind viel simpler aufgebaut. Sie brauchen weder einen detaillierten Lebenslauf noch ein Motivationsschreiben zu verfassen, sondern erhalten von den Firmen einen Fragebogen. Der Fragebogen wird ausgefüllt und man legt nur eine einzelne Seite bei. Diese soll aus einem Mix zwischen Lebenslauf und Motivationsschreiben bestehen. Aufgrund dieser Erkenntnis muss ich nächste Woche also alle meine Fragen nochmals überarbeiten.

Die Berufskunde war dafür etwas einfacher. Ich kam relativ gut vorwärts und sogar etwas weiter als die anderen Lernenden in der Schule. Aber so weit wie wir sollten, kam auch ich nicht. Wir mussten zum Thema Regeltechnik eine Regelung für einen Backofen berechnen und anschliessend zusammenstellen. Das berechnen dauerte aber so lange, dass ich nicht zum Aufbauen kamen. Das heisst für mich, dass ich nächste Woche einen Zahn zulegen muss.

Modell eines Backofens
Modell eines Backofens

27.08.2019
Schulstart

Am Montag hat in der Schweiz die Schule wieder angefangen und wie man es kennt, wurden zu Beginn des Schuljahres alle Änderungen der Regeln, der geplante Schulstoff und die Kontaktdaten überprüft bzw. erklärt. Das war der einfache Teil.

Die ersten Probleme hatte ich, als ich auf der Klassenwebseite die nötigen Arbeitsblätter herunterladen wollte. Die Server waren wohl aufgrund des Schulstarts so ausgelastet, dass SharePoint bei mir alle 5min abstürzte. Dies führte dazu, dass ich sehr viel Zeit mit der Beschaffung meiner Blätter verbracht habe.

Als ich endlich meine Arbeitsblätter hatte, machte ich mich an die Hausaufgaben. Ich musste einen kleinen Theorieblock lesen, abschreiben und danach einige Verständnisaufgaben lösen. Das war für den Montag dann auch schon alles.

Am Freitag ging es mit ABU (Allgemeinbildungsunterricht) weiter. Dort haben wir eine neue Lehrperson, die ebenfalls den Plan für dieses Semester vorgestellt hat. Glücklicherweise war alles sehr verständlich und aufschlussreich, was ich während meines Aufenthaltes machen muss. Die anschliessenden Aufgaben konnte ich ohne grössere Probleme erledigen.

Aber was wäre die Schule ohne ihre Tests? Auch dieses Semester wird nicht verschont. Es werden zwei Prüfungen während meines Aufenthalts in den USA durchgeführt. Der erste ist ein Elektronik Test über einige bereits behandelte Themen. Der Zweite in ABU, dort soll ich ein Interview mit einer Person führen und die Antworten aufschreiben. Der Inhalt des Interviews soll sich auf Bewerbungen beziehen. Auf was wird geachtet, wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab, etc. Nach den Herbstferien muss ich aufgrund der Antworten eine Bewerbung schreiben.


22.08.2019

Nach den Ferien

Nach meinen wundervollen Ferien bekam ich einige interessante Aufgaben zugeteilt. Diese sind jetzt etwas länger als die vor den Ferien. Als erstes bekam ich eine Art Aufrüstung zugeteilt. Das Problem sind die Aufzugrichtlinien, welche nächstes Jahr in Kraft treten. Es ist Pflicht, nebst dem Telefon eine Kamera und eine Textfunktion einzubauen. Dies soll zusätzliche Sicherheit für stumme und taube Personen gewährleisten. Mit dem aktuellen Telefon können diese im Notfall nämlich nicht kommunizieren. Meine Arbeit ist es das momentane System zu studieren damit ich einen Screen für die Textfunktion und die Kamera sinnvoll unterbringen kann.

Ausserdem darf ich ein Teststand für Batterieladeprints zusammenstellen. Der Print ist einfach gesagt für das Laden und Entladen von einem Batteriepack zuständig. Nun gehen einige dieser Ladeprints beim Versuch die Batterien zu laden immer wieder kaputt. Die Langzeitlösung ist den Fehler auf den Prints zu finden. Ich arbeite an der Übergangslösung. Ich soll für die Fabrik einen Prüfstand bauen, damit sie Defekte erkennen und aussortieren können, bevor diese ins System gelangen.

Da nächste Woche die Schule wieder anfängt, muss ich mich in die Themen wieder ein wenig einlesen. Dieses Semester kommt in Hard- und Softwaretechnik Java und in Elektronik Regelungstechnik dran. Von dem was ich im Vorhinein gelesen habe, freue ich mich auf den neuen Schulstoff.
 


14.08.2019

Aufenthalt in New York

Nach drei Stunden Zugfahrt kam ich endlich in New York an und verliess die Pennsylvania Station (Penn Station). Deshalb sah ich das erste Mal die Skyline von nahem und es war atemberaubend. Die Stadt ist nicht mit Boston zu vergleichen. Hier ist es durch den Verkehr und die vielen Menschen laut, alles ist riesig und man spürt den Stress mancher Leute. Ich habe mit meinen Geschwistern in unserem Hotel abgemacht, dort wartete ich auch eine Zeitlang, da sie über eine Stunde in der Einreiseschlange gestanden sind.

Time Square bei Nacht

Endlich im Stadtzentrum angekommen, war es bereits dunkel und wir besuchten als erstes den Time-Square. Durch die vielen Lichter war es fast so hell wie am Tag. Als wir am nächsten Tag mit der Fähre nach Staten- und Elis Island fuhren, war ich überrascht, dass die Freiheitsstatue so «klein» ist. Ich habe sie mir grösser vorgestellt.

Die Pärke in New York sind sehr schön gestaltet und super, um dort Zeit zu verbringen. Ich war etwas überrascht über die vielen Obdachlosen auf der Strasse. Da unser Hotel nahe am Broadway war, habe wir uns das Musical «Beetlejuice» angeschaut. Es ist eine witzige Komödie über Geister und den Tod.

Es gibt viele verschiedene sehr gute Restaurants hier. Wir assen Vietnamesisch, Sushi, Mexikanisch, Amerikanisch und Italienisch. Es gab aber noch viele weitere Restaurants. Ich habe meinen Aufenthalt in New York sehr genossen und kann viele neue Eindrücke mitnehmen.


07.08.2019
Erste Ferienwoche

Für meine erste Ferienwoche habe ich mir vorgenommen nicht in Stress zu verfallen, darum habe ich immer nur einen Tag im Voraus geplant. Wie vielleicht schon bemerkt wurde, möchte ich jede Woche mindestens einmal etwas Wandern oder länger laufen gehen. Die letzte Woche war nicht anders, da ich am ersten Tag im Deer Park in Flemington war. Geschlafen habe ich in Moorestown in der Nähe von Philadelphia.

Am Zweiten Tag wollte ich etwas über die Zeit des Zweiten Weltkriegs erfahren. Dazu fuhr ich zuerst den Atlantic City Express (Highway) herunter nach Cape May, da geriet ich in mein erstes grosses Problem in den USA. In den USA muss man nämlich sogenannte Toll Stationen passieren. Diese dienen dazu die Highways zu finanzieren. Das Problem ist nur, dass man nicht mit Karte zahlen kann und ich dachte bis dahin, dass man hier Bargeld nicht benötigt….

Das Resultat war dann, dass ich innerhalb von zwei Tagen wieder dieselbe Route zurückfahren musste, um Bussgeld von 200 Dollar und/oder Gefängnisstrafe zu entgehen.

In Cape May habe ich dann einen Feuerleitturm und den Flughafen der US Navy besucht. Der Feuerleitturm wurde gebaut um Feldartillerie gegen Deutsche U-Bote einsetzten zu können. Auf dem Flugfeld haben amerikanische Marinebomberpiloten trainiert und jetzt ist dort ein kleines Museum und eine Gedenkstätte für die Piloten, die auf diesem Flugplatz ausgebildet wurden.

Als ich schliesslich Bargeld auftreiben konnte, war meine erste Amtshandlung meine Tolls zu bezahlen. Ich bin also zurück auf den Atlantic City Express gefahren. Den Rest des Tages bin ich auf der USS New Jersey gewesen. Da mich plötzlich ein Gewitter überraschte, zog sich mein Aufenthalt im Schlachtschiff etwas in die Länge.

Philadelphia Skyline
Philadelphia von USS New Jersey aus
M.I.T. Haupteingang
M.I.T. Haupteingang

Die übrigen Tage verbrachte ich in Boston. Dort besuchte ich das M.I.T. (vergleichbar mit der ETH) und Harvard am Freitag, das New England Aquarium und das Museum of Technologie (vergleichbar mit dem Verkehrshaus) am Samstag und den Freedom Trail am Sonntag.

Boston ist eine eindrückliche Stadt. Es hat sehr viele junge Leute, da hier der Fokus auf die Bildung gelegt wird. Allein in einem 10 Mile Radius um das M.I.T. sind 40 High-Schools! Verkehr hat es hier nicht so viel und die Stadt ist meistens gut beleuchtet und sicher.

Als nächstes mache ich mich auf den Weg nach New York, um dort meine Geschwister zu treffen.


23.07.2019
Bildungssysteme, Flutwarnung und Fieldtrip

Zu Beginn meiner zweiten Woche in den USA habe ich den Mitarbeitern das Schweizer Bildungssystem nähergebracht. Sie waren sehr interessiert und haben es mit ihrem Bildungssystem verglichen. Einige waren erstaunt über die Komplexität des schweizerischen Systems und gleichzeitig beeindruckt, dass es dadurch möglich ist alle denkbaren Weiterbildungen zu machen.

Wachturm Stephen State Park
Wachturm im Stephen State Park

Am Mittwoch wurde ich Zeuge eines Unwetters in New Jersey. Ich war in einer Vorstellung von Campions of Magic mit meiner Gastfamilie, in der Pause ging der Katastrophenalarm los. Nach der Vorstellung sah ich, dass die Strassen sich in Bäche verwandelt haben. Als ich nachfragte, wurde mir gesagt, dass das normal sei.

Ein bis zweimal im Jahr geht das E3/Mod. (Modernisation) Team ins Feld um bei Monteuren und End User Feedback und Input einzuholen. Am Donnerstag waren wir an zwei Standorten. Einer war in Jersey City und ich konnte dabei die New Yorker Skyline für kurze Zeit sehen. Da ich aber auf der falschen Seite des Autos sass, konnte ich leider kein Foto machen.

Dank viel Input von Mitarbeitern habe ich mittlerweile einige Wochenendpläne. Am Samstag war ich im Stephen State Park um zu wandern. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass der Teil des Parks, in dem ich war, mehr fürs «Bräteln» gedacht ist als fürs Wandern. Das machte mir aber nichts aus, der Ausflug in den Park hat mir trotzdem gut gefallen.


Schindler Randolph
Schindler Geschäftsstelle in Randolph

18.07.2019
Die Ankunft

Ich bin am 14. Juli, nach einem langen Flug, gut am John F. Kennedy Flughafen gelandet. Von dort wurde ich zu meiner Gastfamilie gefahren. Da es in New York neblig war, konnte ich leider die Skyline nicht sehen, was allerdings nicht allzu schlimm ist, da ich die Stadt zu einem späteren Zeitpunkt noch besuchen werde.

An meinem ersten Arbeitstag bekam ich ein Auto und da fiel mir auf, dass die Strassenbeschriftung in den USA etwas von Schweizerischen abweicht. In den ersten Tagen habe ich mich ein wenig verfahren. Das Gute daran war, dass ich etwas von der Nachbarschaft sah. New Jersey ist sehr bewaldet und hat viele Wohnsiedlungen, wie man sie aus Filmen kennt.

Ansonsten habe ich mich bereits gut eingelebt. Meine Arbeiten sind sehr interessant und ich verstehe mich super mit den anderen Mitarbeitern. Ich habe bereits ein Safety Training absolviert und darf deshalb auch Aufgaben im Test-Turm erledigen. Das ist besonders interessant, da ich hier direkt an den Aufzügen arbeite.

Nächste Woche werde ich mich mit einigen Mitarbeitern zusammensetzen und etwas über das Schulsystem in den USA lernen.


03.07.2019
Vor der Abreise

Mitte Oktober 2018 wurde ich zu einer Sitzung zum Thema Neue Aufgabe eingeladen. Da ich keine Ahnung hatte was mich erwartet, vor allem weil der ASTA Projektleiter dabei war, welcher mehrheitlich Lernende aus dem französischen Raum betreut, ging ich gespannt und unvoreingenommen in die Sitzung. Als man mir das Projekt vorgestellt und gesagt hat, dass ich ausgesucht wurde, war ich sehr überrascht. Ich freute mich sehr darüber und stimmte der Teilnahme zu. 

Für den Aufenthalt in den Staaten benötige ich ein Visum. Von der Schindler Stelle in der USA wurde uns mitgeteilt, dass ich ein J1 Visum (für Studenten) benötige. Da es hiess, dass ein Visum Antrag etwa 2-3 Monate dauert, dachten wir, dass es zeitlich noch passt.

Weil jedoch das Schweizer Schulsystem wegen dem dualen Bildungssystem (schulischer und betrieblicher Teil) so massiv anders ist als das US-Schulsystem, musste ich immer mehr Dokumente vorlegen, die belegten, dass ich die Schule besuche und in einer Firma angestellt bin. Durch dieses Ping Pong verlor ich Zeit. Nach mehr als 3 Monaten und vielen Dokumenten konnten wir endlich mit einem obligatorischen Interview mit den USA weiterfahren. Bei diesem Interview durfte ich nochmals das duale Bildungssystem der Schweiz erklären. Nach etwa 20 Minuten haben sie entschieden, dass J1 Visum zu verweigern, weil sie das duale System nicht verstehen.

Nach dieser Enttäuschung haben wir uns direkt mit der US-Botschaft in Verbindung gesetzt. Die sagten uns dann, dass wir ein B1 in lieu of H3 Visum (für Praktikanten) brauchen. Dank dem Prozess mit dem Antrag des J1 Visums hatten wir sogar schon alle Dokumente. Diese Anfrage verlief reibungslos und nach zwei Wochen erhielt ich das Passbüchlein mit dem Visum zugestellt.

Nun bin ich startklar für die USA und freue mich, dass es endlich losgeht.