Live aus London / Genf

04.06.2019

Im Rahmen des KV Plus können sich angehende Kaufleute für zwei Auslandssemester qualifizieren. Während jeweils sechs Monaten stärken sie ihre Sprachkenntnisse in Englisch sowie Französisch und können am Ende des Aufenthaltes höhere Sprachzertifikate direkt vor Ort absolvieren.

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Ihr bereits erworbenes Wissen wird täglich angewandt und ausgebaut. Im Daily Business werden zudem interkulturelle Erfahrungen erweitert und das Selbstvertrauen gestärkt. Dieses Jahr dürfen Tamara, Benedikt und Anna dieses Abenteuer erfahren und werden abwechselnd aus London bzw. Genf berichten.


Tamara Zimmerli
Tamara Zimmerli

Als ich beim ersten Vorstellungsgespräch über das KV+ informiert wurde, war für mich sofort klar, dass ich diese einmalige Chance nutzen will. Umso mehr freut es mich, dass ich nun im Sommer 2018 das KV+ bei Schindler UK starten darf und dann anfangs Jahr 2019 bei Schindler Lausanne das KV+ Jahr beenden darf. Dank der Schindler Berufsbildung ist es mir bereits während meiner kaufmännischen Lehre möglich, Berufserfahrungen im englischen und französischen Sprachraum zu sammeln. Sicher werde ich meine Familie, mein Turnverein, wie auch meine Kollegen und Kolleginnen vermissen, aber ich freue mich auch auf viele neue, interessante Bekanntschaften. Ich freue mich auf die neuen Kulturen, zwei Fremdsprachen und die Arbeitserfahrung im Ausland.

Benedikt Jans
Benedikt Jans

Seit meiner Kindheit reise ich sehr gerne. Ich konnte bereits viele schöne Orte auf dieser Welt entdecken und verschiedene Kulturen kennenlernen, die mich stets begeisterten. In meinem KV Plus Jahr darf ich nun zwei Kulturen vertiefter kennenlernen. Zudem habe ich die Möglichkeit zwei Sprachen intensiv zu lernen und anzuwenden. Dies wird mir in meinem späteren Berufsleben sicherlich viele Türen öffnen. Für mich ist es eine grosse Chance in drei unterschiedlichen (Sprach)Regionen der Welt zu leben und zu arbeiten und das bereits während meiner Ausbildung.

Anna Kiser
Anna Kiser

Schon früh war mein Plan einmal im Ausland zu leben und zu arbeiten. Die Möglichkeit dies bereits in der Lehre zu erleben war für mich perfekt. Bei dieser Erfahrung so grosse Unterstützung der Schindler Berufsbildung und des KV Luzerns zu erhalten, erleichtert einiges. Ich bin sehr gespannt auf die vielen Erfahrungen, die dieses Jahr bringen wird und hoffe viel dazu zu lernen.


Mai

04.06.2019

Benedikt berichtet aus London

Es ist bereits Ende Mai und langsam geht mein KV plus Jahr dem Ende entgegen. Die letzten Wochen werden noch sehr aufregend sein. Meine Englischprüfung rückt immer näher und ich bin stark mit der Vorbereitung und Revision beschäftigt, sei es in der Sprachschule oder Zuhause.

Trotz des Prüfungsstresses kommt die Freizeit nicht zu kurz. Letztes Wochenende bin ich mit dem Zug nach Portsmouth gefahren, einer Hafenstadt im Südwesten von England. Das Wetter war nicht schlecht. Es war bewölkt, teilweise sogar ein bisschen sonnig und es wehte eine leichte Meeresbrise. Von Portsmouth aus hat man gute Schiffsverbindungen zur Isle of Wight, unteranderem kann man die Strecke auch mit einem Luftkissenboot zurücklegen.

Küste von Portsmouth
Küste von Portsmouth

Der Hauptsitz von Schindler UK, wo ich arbeite, ist Ende dieses Monats umgezogen. Wir haben in unserem alten Büro in Weybridge viele Sachen ausgemistet und entsorgt, sodass wir am neuen Standort, in Addlestone, mit neuen Möbeln und so wenig Ballast wie möglich neu starten konnten.

Der Umzug wurde von einer externen Firma durchgeführt und es gab wenig Probleme. Das neue Büro ist in einem modernen Business Park mit vielen Vorteilen gegenüber dem alten Büro; wie zum Beispiel eine funktionierende Klimaanlage, was das Arbeiten um einiges angenehmer macht.

Ich wohne immer noch in der gleichen Gastfamilie, allerdings haben wir einen neuen Mitbewohner aus Frankreich. Er macht ein zweimonatiges Praktikum in London. Ich verstehe mich sehr gut mit ihm. Rückblickend bin ich froh, dass ich mich für eine Gastfamilie entschieden habe. So ist immer etwas los und das Zusammenleben ist abwechslungsreich.

Das KV plus Jahr verging sehr schnell, auch wenn es noch nicht ganz vorbei ist. Ich habe tolle Leute kennengelernt und viele neue Erfahrungen gesammelt.


April

06.05.2019

Anna berichtet aus Genf

In Genf durfte ich nun schon drei Monate verbringen. Teilweise fühlt sich diese Zeit sehr kurz an und am nächsten Tag fühlt sich die Zeit wieder eher lange an. Jedenfalls verbringe ich eine tolle Zeit in Genf.

Bei der Arbeit im Backoffice der Reparatur bin ich in den ganzen Bestellungsprozess eingewickelt. Mehrmals am Tag leite ich Mails von unserer allgemeinen E-Mailadresse weiter. Diese beinhalten Offerten anfragen, Bestellungen, Einladungen zu Events und noch vieles mehr. Den Arbeitsschritt mit den Offerten lasse ich momentan noch aus, aber diesen werde ich sehr bald noch lernen.

Die Bestellungen der Ersatzteile in Ebikon und auch bei externen Firmen sind ein grosser Teil meiner aktuellen Arbeit. Diese Arbeit ist für mich sehr interessant. Da ich schon im Ersatzteilverkauf in Ebikon arbeitete, entdecke ich jetzt was abläuft bevor die Bestellung in Ebikon eintrifft. Zum Bestellungsprozess gehört natürlich auch die Ablage aller Offerten und Bestellungen dazu.

Im SAP findet man in jeder einzelnen Offerte / Bestellung einen Scan aller dazugehörigen Dokumente. In diesen Dokumenten enthalten sind E-Mails von Kunden bis hin zu technischen Notizen zu einem Ersatzteil. Diese Dokumente werden auch in Ordnern abgelegt. Mithilfe der Ordner kontrolliere ich einmal im Monat ob die Rechnung an den Kunden versandt wurde. Alle in Rechnung gestellten Bestellungen werden aus dem Ordner genommen und ein Scan wird in unserem Ablagesystem Saperion abgelegt. Zum Schluss werden die Dokumente geschreddert.

Bis zu den Osterferien besuchte ich einen Abendkurs an der Schule ASC. Nun habe ich an derselben Schule individuelle Lektionen am Nachmittag, um mich optimal auf meine DELF Prüfung im Juni vorzubereiten. Im Unterricht repetiere ich alle Zeiten und weitere wichtige grammatische Punkte der französischen Sprache. Natürlich löse ich auch sogenannte Examens blancs, das ist eine Beispielsprüfung mit den vier Teilen der richtigen DELF B2 Prüfung (Hörverstehen, Textverstehen, Text schreiben und teilweise auch mündliche Übungen).

Aussicht Sacré-Coeur
Aussicht Sacré-Coeur

Im März konnte ich mich einem Genfer Volleyball Club anschliessen, was mich sehr freute. Im Team sind Frauen von 18 bis zirka 30. Das Training findet einmal pro Woche am Abend statt. Unglücklicherweise habe ich mich während einem Training am Oberschenkel verletzt und es ist mir momentan leider nicht erlaubt Sport zu betreiben.

Eine Woche in den Osterferien verbrachte ich mit meiner Familie in Paris. Da ich das erste Mal Paris besuchte, freute ich mich sehr darauf. Nach dieser Woche kann ich sagen, dass ich definitiv nicht das letzte Mal in Paris war! Neben den vielen Attraktionen in der Stadt, durfte ein Besuch im Disneyland nicht fehlen.

In Paris hat mir die Sacré-Cœur am besten gefallen, weil es eine eindrückliche alte Kirche ist und man vom Turm eine schöne Aussicht über die ganze Stadt hat. Auch die Gegend um die Sacré-Cœur, Montmartre, ist ein wunderschönes Künstlerviertel in welchem man viele Karikaturisten beobachten kann. Leider konnten wir die Notre Dame nicht von Nahem anschauen, da das Dach die Woche zuvor brannte.

In Genf durfte ich schon einmal meinen Freund und mein Vater mit meinen Brüdern empfangen und herumführen. An einem anderen Wochenende besuchte ich Tamara in Lausanne. Diese Wochenenden genoss ich sehr!

Ich freue mich auf die kommenden Monate, welche ich in Genf verbringen darf.


März

05.04.2019
Benedikt berichtet aus London

Die Hälfte meines Englandaufenthalts ist schon bald vorbei. Ich habe mich in der Zwischenzeit sehr gut eingelebt in den englischen Alltag.

Die Arbeit gefällt mir immer noch gut. Ich habe einige neue Aufgaben erhalten, welche sehr interessant sind. Ich darf zum Beispiel die Intranetseite der Finanzabteilung bearbeiten und mit neuen Inhalten füllen. Bis jetzt war unsere Intranetseite noch recht weiss und leer. Das Arbeiten im Intranet ist etwas ganz Neues für mich und ich konnte mir mit Hilfe der Intranet Editor Help Seite, das nötige Wissen aneignen.

Anfangs März durfte ich mit einem Arbeitskollegen auf eine Baustelle. Es war aber nicht irgendeine Baustelle, sondern unser grösstes Projekt in London und wahrscheinlich in ganz England; die Battersea Power Station. Früher war es ein Kraftwerk, welches die Stadt London mit Energie versorgt hat. Jetzt wird es kernsaniert und wenn dieses Projekt fertig ist, wird es Büros, ein Einkaufszentrum, ein Kino und noch vieles mehr beinhalten. Es war sehr beeindruckend die Grösse dieser Baustelle sehen zu können.

Unser Hauptsitz ist in Weybridge, wo ich arbeite. Jedoch haben wir auch ein Büro in London, genauergesagt in Canary Wharf, dem Business District von London. Ich hatte die Möglichkeit dort an einem Meeting teilzunehmen, es war sehr interessant. Das Bürogebäude ist ein sehr modernes Hochaus im Gegensatz zu unserem Hauptsitz.

Römische Bäder
Römische Bäder

Mit meiner Gastfamilie bin ich immer noch sehr zufrieden. Seit meinem letzten Bericht hatten wir wieder drei neue Studenten, was den Alltag recht abwechslungsreich macht. An den Wochenenden gehe ich häufig nach London oder besuche Museen, von welchen die meisten kostenlos sind.

Letztes Wochenende ging ich mit dem Zug nach Bath Spa. Wie der Name schon sagt, ist diese kleine Stadt bekannt für ihre natürliche heisse Quelle. Die Stadt liegt im Westen von England, ca. 190 km entfernt von London. Ich besuchte die römischen Bäder. Leider konnte man im Becken allerdings nicht schwimmen, weil es ein Museum war, aber es war trotzdem sehr interessant. Die ganze Stadt hat viele alte und beeindruckende Gebäude.

In meiner Zeit hier in England möchte ich noch viele andere Städte besuchen und erkunden. Von London aus hat man fast überallhin eine gute, meistens direkte Zug- oder Busverbindung, was es sehr einfach macht herumzureisen.

Ich freue mich auf die zweite Hälfte meines Aufenthaltes hier in England.


Februar

05.03.2019
Anna berichtet aus Genf

Das erste Abenteuer des KV plus ist schon vorbei! In meinen 6 Monaten in Plymouth, Südwestengland, arbeitete ich im Personal und den Finanzen der Plymouth School of Creative Arts. Dort durfte ich verschiedene Arbeiten ausführen, zum Beispiel kontrollierte ich die Absenzen der Mitarbeiter und trug Rechnungen im System ein.

Mit vier anderen KV plus Studenten besuchte ich einen Englisch Kurs in Totnes. Dieser bereitete uns auf die Prüfungen Cambridge First (B2) und Cambridge Advanced (C1) vor. Beide dieser Prüfungen konnte ich erfolgreich abschliessen. Das Wetter war sehr wechselhaft so erlebte ich von Hitzetagen, zu strömenden Regen bis zu Schnee, einfach alles! Leider kam der Schnee an meinem Reisetag und mein Flug von Bristol wurde abgesagt. So war ich gezwungen über London heimzureisen.

Seit anfangs Februar lebe ich mitten im Zentrum von Genf bei einer älteren Dame. Genf selber ist relativ klein, jedoch gibt es zu den kleineren Dörfern herum keine wirkliche Grenze, aus diesem Grund wirkt es grösser. Die Altstadt von Genf ist sicherlich nicht die grösste, dennoch hat sie sehr viel Charme. Nach 6 Monaten England schätze ich die Altstadt sehr! Denn in Plymouth gab es sehr wenig alte Gebäude.

Genf ist auch eine sehr hektische Stadt und man muss ein wenig Insiderwissen haben um die ruhigeren Plätze zu finden. In meiner Zeit, welche ich hier verbringen darf, eigne ich mir dieses Wissen hoffentlich an. Eine weitere grosse Umstellung war für mich, dass ich jetzt komplett auf mich alleine gestellt bin. In England hatte ich noch vier andere KV plus Studenten in der näheren Umgebung. Glücklicherweise ist Tamara in Lausanne und somit nicht sehr weit entfernt.

Das Französisch bereitet mir immer noch ein wenig Mühe, da ich mich ans Englisch gewohnt bin. Ich bin mir sicher, dass dieses Problem nicht mehr allzu lange bestehen bleibt. In meinen ersten zwei Wochen in Genf besuchte ich einen Intensivkurs an der Sprachschule ASC. Dank diesem konnte ich mein Französisch wieder in Erinnerung rufen. Leider, waren die anderen Studenten alle älter als ich und ich konnte keine wirklichen Kontakte knüpfen. Das selbe trifft auf meinen DELF B2 Vorbereitungskurs zu, diesen besuche ich jeweils am Montag- und Mittwochabend.

Skigebiet Verbier
Verbier

An den Wochenenden genoss ich Spaziergänge am See, im Stadtzentrum sowie in der Altstadt. Genf hat viele Museen, welche sehr interessant wirken und ich hoffentlich noch alle besuchen kann in den kommenden Monaten. Genf ist perfekt um einen Nachmittag am See zu verbringen und die schon fast frühlingshaften Wetterverhältnisse machten dies umso schöner. Ein Wochenende verbrachte ich mit der Familie meines Freundes in Verbier um Ski zu fahren. Glücklicherweise spielte das Wetter mit und wir hatten super Verhältnisse.

Am 18. Februar startete ich meine Arbeit bei Schindler Genf in Perly, dorthin habe ich mit dem Öv 45 Minuten. Das Öv Netz in Genf ist wie in Luzern sehr dicht und so muss ich nur 10 Minuten laufen. Nach meinem «9 to 5» Arbeitstag in Plymouth, fiel es mir die erste Woche etwas schwer das Haus «schon» um 7 Uhr zu verlassen.

In meiner kurzen Zeit im Back Office habe ich viel Neues gelernt. Ich habe gelernt wie Bestellungen bei Schindler Genf verarbeitet werden und habe kleinere administrative Arbeiten erledigt. Momentan sind wir auch daran Dossiers von aktiven Aufzügen nach Ebikon zu senden, damit diese dort digitalisiert werden können. Es ist sehr interessant für mich das Hauptgeschäft von Schindler zu sehen und daran mitzuwirken. Ich freue mich auf die kommenden Monate hier!


Januar

06.02.2019
Benedikt berichtet aus London

Neues Jahr, neues Abenteuer; Nach meinem Sprach- und Arbeitsaufenthalt in Genf, begann für mich anfangs Januar der zweite Teil meines KV plus Jahres.

In diesem halben Jahr lebe ich auch wieder bei einer Gastfamilie. Die Gastfamilie ist sehr nett, es ist ein älteres Paar, beide noch berufstätig. Sie haben zurzeit auch noch einen anderen Studenten, mit dem ich mich recht gut verstehe.

Die ersten zwei Wochen ging ich Vollzeit in die Sprachschule, diese liegt in Central London in Zone 1. Jetzt wohne ich in Zone 3 im Südwesten vom Zentrum. In der Schule habe ich viele andere Studenten kennengelernt aus der ganzen Welt. Ich hatte jeweils 5 Stunden pro Tag Englischunterricht, 3 Stunden am Morgen und 2 Stunden am Nachmittag.

An meinem ersten Wochenende, am Sonntag ging ich mit meinem «Studenten-Bruder» nach Brighton. Brighton ist eine sehr schöne Küstenstadt mit einigen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Am meisten hat mir das Brighton Pier gefallen und der Strand.

Brighton Pier
Brighton Pier

Nach meinen zwei erfolgreichen Schulwochen, hatte ich meinen ersten Arbeitstag bei Schindler England. Unsere Filiale befindet sich südwestlich von London, in Weybridge. Meinen Arbeitsweg bestreite ich mit dem Zug, wenn es keine grossen Verspätungen oder Ausfälle gibt (von welchen ich bis jetzt noch verschont wurde), brauche ich etwa eine Stunde und 15 Minuten um zur Arbeit zu kommen.

In der ersten Woche wurde ich von Tamara, meiner Vorgängerin und Mitstudentin, eingearbeitet. Meine Hauptaufgaben sind das Exportieren von Reports aus dem SAP und das Pflegen von Exceltabellen. Jetzt am Anfang sind diese verschiedenen Reports noch ein bisschen kompliziert, aber mit Hilfe der Anleitungen komme ich schon gut zurecht. Einige Reports muss ich täglich machen, einige wöchentlich und einige nur jeweils am Monatsende, beziehungsweise am Monatsanfang.

In meinem Team sind alle sehr nett und hilfsbereit. Am Mittag spielen wir jeweils zusammen Pool (eine Art Billiard) im Pausenraum, was mir sehr Spass macht und man lernt seine Arbeitskollegen von einer andern Seite kennen.

Ich freue mich auf die 5 Monate hier in England, welche noch vor mir liegen.


Dezember

09.01.2019
Tamara berichtet aus London

Jedes Abenteuer kommt zu einem Ende, aber glücklicherweise starten Neue bald wieder.

Leider ist mein Aufenthalt in England bald vorbei und ich bin schon wieder am Planen für Lausanne. Die Weihnachtszeit zu Hause war wunderschön, zwar ohne Schnee, aber es war trotzdem schön die ganze Familie zusehen. Silvester habe ich in London verbracht, da jedes Jahr das weltbekannte Feuerwerk um das London Eye stattfindet. Dieses war sehr beeindruckend.

Es hat sich gut angefühlt, wieder zurück an der Arbeit zu sein und auch im Jahr 2019 darf natürlich Pool spielen nicht fehlen. Im Moment sind wir alle etwas gestresst, da der Jahresabschluss voll im Gange ist. Wir haben das Budget für 2019 erfolgreich geplant und die Jahresrechnung finalisiert. Ich bin immer noch tatkräftig am Unterstützen und versuche, das Leben von einigen einfacher zu machen. Ich bin sehr glücklich, dass ich ein Teil des Teams bin und schon etwas traurig, dass ich Schindler Ltd. bald verlassen werde.

Inzwischen hatte ich meine Englisch Prüfung und sie ist ganz in Ordnung verlaufen. Nun hoffe ich, dass ich bestanden habe. Schlussendlich bin ich sehr glücklich und erleichtert, dass es vorbei ist. Vor diesem nervösen Tag bin ich mit den Enkeln meiner Gastfamilie in die Spielgruppe gegangen. Wir hatten sehr viel Spass und ich konnte mein Englisch den ganzen Tag optimal anwenden.

Beim anschliessenden Besuch in der Kirche haben wir einige Weihnachtslieder gesungen und die Weihnachtsgeschichte erzählt. Die Weihnachtslieder kann ich jetzt sogar in Englisch singen. Der Weihnachtsmann kam auch noch zu Besuch, welcher bei einigen Kindern Angst verursachte. 

Unterwegs in Reading
Unterwegs in Reading

Vergangenes Wochenende ging ich mit einer Kollegin nach Reading. Weil sie in ihrer Abteilung Mitarbeiterin des Quartals wurde, gewann sie ein Wochenende an einem Ort den sie mag. Wir haben gemeinsam Reading etwas erkundet, erfolgreich alte Ruinen gefunden und sind entlang der Themse gelaufen.

Ich bin sehr glücklich, dass ich bereits mehr oder weniger alles organisieren konnte fürs nächste Semester in Lausanne. Meine Unterkunft liegt sehr zentral und meine Französisch Schule ebenfalls.

Da Schindler Ltd. im Frühling umziehen wird, bin ich eigentlich sehr froh, dass ich weitere Erfahrungen in Lausanne sammeln kann. Ich bedaure meinen Weggang in England, freue mich aber auch schon Skifahren zu gehen und danach in Lausanne zu starten.

Nun wünsche ich euch allen ein frohes Neues Jahr! Sollen alle eure Wünsche in Erfüllung gehen.


November

03.12.2018
Benedikt berichtet aus Genf

Die Zeit vergeht sehr schnell und es ist bereits Ende November. In knapp einem Monat ist das erste Abenteuer von meinem KV plus Jahr vorbei.

Die letzten Wochen waren sehr intensiv, weil ich mich auf die bevorstehende DELF Prüfung vorbereitet habe. Für die Prüfungen durfte ich zweimal nach Lausanne fahren, einmal für den schriftlichen Teil und einmal für den mündlichen. Die Prüfung war nicht ganz einfach, aber ich habe trotzdem ein positives Gefühl, jetzt heisst es warten auf die Resultate.

An einem Wochenende machte ich mit meinem Gastbruder einen Ausflug zum «Creux du Van» im Kanton Neuenburg. Das ist eine 1.2 km breite Felswand, angeordnet wie ein Kessel und von oben hat man einen schönen Weitblick, wenn das Wetter mitspielt.

Creux du Van
Creux du Van

Die Arbeit in Perly gefällt mir immer noch sehr gut. Im Backoffice darf ich die unterschiedlichsten Aufgaben erledigen. Jetzt im November haben wir sehr viele Service-Techniker und Aufzugsmonteure die zu uns kommen und neue Arbeitskleider brauchen. Zuerst werden die Arbeitskleider der neuen Kollektion anprobiert und sie geben mir die Grössen bekannt, damit ich die Kleider und eventuell auch Schuhe in unserem System bestellen kann. Wenn die Kleider angekommen sind, schicke ich dem Besteller eine E-Mail, dass er seine Bestellung abholen kann.

Ich durfte auch schon mit dem Chauffeur mitgehen um Aufzugsteile auszuliefern, das macht den Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich und spannend.

Anfang Dezember ist in Genf der Stadtlauf. Die Strecke führt durch die Altstadt mit einer Gesamtlänge von 7.3 Kilometer. Zusammen mit einigen Mitarbeitern von Schindler Genf, werde ich am Lauf teilnehmen. Jetzt organisieren wir jeweils Lauftrainings, entweder über die Mittagspause oder nach der Arbeit um uns darauf vorzubereiten. Gelegentlich trainiere ich alleine auch wenn das Wetter nicht immer mitspielt… So lerne ich Genf und seine Umgebung auch noch von einer anderen Perspektive kennen.


Oktober

05.11.2018
Tamara berichtet aus London

Es freut mich, wieder berichten zu dürfen.

Ich durfte bei einem sehr spannenden Finanzmeeting teilnehmen. Es war interessant, die effektiven Zahlen im Vergleich mit dem Budget zu sehen. Je nach Projekt hat man zum Beispiel £10 budgetiert und bis jetzt hat man £7 benötigt. Bis Ende Jahr dürfen idealerweise noch £3 ausgegeben werden. Wir haben Projekte auf der NI (New Installations) / MOD (Modernization) Seite, wie aber auch auf der EI (Existing Installations) Seite angesehen. Gibt es eventuell kritische Projekte etc.?

Ich konnte nach dieser Sitzung vernetzter denken, da ich auch andere Projekte und Prozesse kennengelernt habe. Ich konnte mir eine Übersicht über meinen eigenen Job verschaffen und weiss auch, was für Auswirkungen meine Arbeit auf das Geschäft hat.

Mein Chef und ich sind gerade mit Hilfe vom Manager Business Technology von Spanien daran, einen Prozess zu optimieren, in dem wir ihn automatisieren wollen. Startdurchläufe wurden schon gemacht, jedoch müssen wir nochmals alles genau überprüfen, bevor dieser neue Prozess implementiert werden darf und kann. Bei diesem Prozess handelt es sich um Kundendaten, wie z.B. Kundennummer, Adresse etc., welche anhand eines Reports aus dem SAP gezogen werden und danach in unser Anfragensystem (Requestsystem - MIA) hochgeladen werden. Weitere Abläufe von mir versuchen wir ebenfalls zu automatisieren.

Unter anderem musste ich über 600 Rechnungen drucken. Es gab einige Komplikationen, da der Drucker das nicht gewohnt war. Kürzlich hat mich ein Kollege die Detektivin genannt, da ich immer alles kontrolliere und Fehler in den bereits erstellten Spreadsheets finde.

Tower Bridge
Tower Bridge

Ich habe meinen neuen Abendkurs angefangen, welcher mich auf das Cambridge Zertifikat Advanced (CAE) vorbereiten soll. Ich kann sehr viel profitieren, muss aber auch selber viel investieren. Ich bin auch mal froh, ein Wochenende für mich zu haben.

Bei mir zu Hause waren inzwischen wieder neue Studenten aus Polen, Deutschland, Niederlanden und England. Da die Studenten nur einige Tage beiben und ich mit der Schule und dem Arbeiten so «busy» bin, habe ich leider nicht mehr wirklich eine Chance, sie gut kennenzulernen.

Meine Schulkollegen/-innen vom KV Luzern absolvierten während den Herbstferien ihren Sprachaufenthalt in Bournemouth. Sie besuchten mich übers Wochenende, was mich sehr gefreut hat. Ich war natürlich der Tour guide.

Ich ging auch einen Fussballmatch schauen, Arsenal – Watford. Die Stimmung war super. Ebenfalls besuchte ich einen Kunstturnwettkampf. Die Kinder waren super, ich wünschte auch so athletisch wie die zu sein. Als meine Familie zu Besuch kam, gingen wir zusammen ins Lion King Musical. Es war grossartig! Ebenfalls gingen wir im Shard Abendessen, wir hatten eine super Aussicht über London.

Ich geniesse nun die kälteren Tage und hoffe ihr könnt das auch in der Schweiz.


September

03.10.2018
Benedikt berichtet aus Genf

Jetzt bin ich bereits einen Monat in Genf. Ich habe mich gut eingelebt und die Arbeit gefällt mir gut. Bevor ich nach Genf fuhr, war ich für einen Sprachaufenthalt knapp zwei Monate in Vichy, Frankreich. Dies zur Vorbereitung auf Genf und um zugleich meine Sommerferien zu geniessen. Ich lernte viele Leute aus der ganzen Welt kennen. Am Ende meines Aufenthaltes absolvierte ich das DELF B1, welches ich mit einem sehr guten Resultat bestanden habe. Das gab mir dann ein gutes Gefühl um in Genf zu starten.

In Genf, genauer gesagt in Perly arbeite ich in unserer Geschäftsstelle. Ich kenne bereits einige Prozesse und Abläufe, welche nicht immer gleich verlaufen wie am Hauptsitz in Ebikon. Das Team ist sehr nett und hilfsbereit. Ich darf verschiedene Aufgaben im Back-Office übernehmen, was den Alltag abwechslungsreich macht.

Pont du Mont Blanc
Pont du Mont Blanc

Im November mache ich das DELF B2. Um mich darauf vorzubereiten gehe ich drei Mal pro Woche in die Sprachschule, zweimal in einen Gruppenkurs am Abend und einmal in den Einzelunterricht für die spezifische Prüfungsvorbereitung. Wenn ich am Abend Schule habe, gehe ich meistens mit dem Bus zur Arbeit. Ansonsten nehme ich das Fahrrad, was ein bisschen schneller geht, allerdings auch anstrengender ist.

Ich wohne bei einer Gastfamilie, die einen erwachsenen Sohn hat, welcher zurzeit auch bei ihnen wohnt. Sie sind sehr nett und das Essen schmeckt köstlich. Durch meinen Gastbruder lernte ich ein paar Leute kennen, sei es beim Fussballspielen oder im Ausgang.

Anfangs September gab es einen Feiertag, den Jeûne Genevois. Die meisten Mitarbeiter nahmen frei. Auch ich nutzte die Gelegenheit und reiste für ein verlängertes Wochenende nach Paris.

Die Zeit vergeht schnell und ich freue mich auf alles, was mich noch erwartet.


August

03.09.2018
Tamara berichtet aus London

Der erste Monat verging wie im Flug. Ich erlebte das hitzigste England seit Jahrzehnten. Grossbritannien hatte nie einen derart heissen Sommer und somit auch keine AC (Air conditioning = Klimaanlage). Die Untergrundbahnen waren der Horror. (Viele Leute + Hitze = Albtraum)

Ich besuchte zuerst zwei Wochen einen Intensivsprachkurs in London und danach startete ich meine Arbeit bei Schindler UK. Meine Gastfamilie habe ich inzwischen gewechselt, damit ich etwas näher bei meinem Arbeitsort bin. Wahrscheinlich bin ich in der Umgebung bereits als «Scooter-Girl» bekannt, weil ich viel mit meinem Kickboard unterwegs bin. Ich lebe während einem halben Jahr in einer Gastfamilie (älteres Ehepaar), bei welcher ich mich wohl fühle.

Mein Englisch kann ich neben der Arbeit bei alltäglichen Sachen wie beispielsweise Wäsche waschen, Kochen etc. erweitern und verbessern. Da ich in einer Gastfamilie lebe, die auch andere Studenten beherbergen, konnte ich bereits einige Leute aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Kulturen kennenlernen. Dies bereitet mir Spass und ich finde es sehr interessant. Für mein Mittag- und Abendessen bin ich auch selber verantwortlich. Ich bin kreativ beim Kochen und ich brauche kein Kochbuch. Es bringt mich auf andere Gedanken und ich habe keine Zeit, an zu Hause und meine Familie zu denken.

Die Arbeit gefällt mir gut, vor allem aber gefällt mir das Team. Um den Kopf über den Mittag frei zu kriegen, spielen wir jeweils Pool (Poolbillard). Ich spielte dies zuvor nie und war entsprechend Anfängerin. Einige Verbesserungen konnte ich aber bereits feststellen. In der ersten Mittagspause wurde ich von sehr lauter Musik draussen überrascht. Da Schindler etwas abgelegen liegt, kommen Food Trucks vorbei, welche zum Bemerkbarmachen laute Musik abspielen. Sowas war mir völlig unbekannt.

Richmond Park
Richmond Park

Meine Hobbys, welche Leichtathletik, Schaukelring, Gymnastik und Team Aerobic sind, versuche ich hier weiter zu praktizieren. Leider ist aber nicht alles machbar und einige Sportarten finde ich in England nicht. Ich habe einen Leichtathletik Club gefunden, bei welchem ich ab und zu trainiere. Zu meinem Fitnessprogramm gehören auch Schwimmen und Joggen. Meine beiden Gastfamilien stammen ursprünglich aus Irland. Ich konnte somit verschiedene Sportarten kennenlernen, wie zum Beispiel Gaelic Football, Croke, aber auch traditionell Cricket.

Nun ist bereits ein Monat verflogen und ich freue mich auf die nächsten Herausforderungen. Gerne erzähle ich in zwei Monaten davon...See you soon.