F Glossar

Fahrgeschwindigkeit

Die Fahrgeschwindigkeit, oder auch Betriebsgeschwindigkeit genannt, misst die Geschwindigkeit einer Aufzugskabine und wird in m/s angegeben (Umrechnung: 1 m/s = 3,6 km/h).

Fahrkomfort

Der Fahrkomfort wird vom Lärmpegel, der vertikalen Vibration und seitlichen Erschütterung, der Beschleunigungs-/Verzögerungsrate und dem Ruck determiniert.  

Fahrkorbtableau (engl. Car Operating Panel, kurz COP)

Das Fahrkorbtableau (engl. Car Operating Panel, kurz COP) umfasst die verschiedenen Taster, die der Fahrgast innerhalb des Fahrkorbs bedienen kann, wie z.B. die Befehlsgeber für die Anfahrt der einzelnen Etagen, den Alarmtaster oder den Tür-Öffnen-Taster.

Fahrstuhl

Der Begriff "Aufzug" ist die aktuelle Bezeichnung nach DIN und beschreibt eine technische Anlage, die zwischen mindestens zwei übereinanderliegenden Ebenen geführt bewegt wird und sie verbindet.

"Fahrstuhl" ist eine alte Bezeichnung, die vom "Stuhl" abgeleitet ist. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts fertigte der Jenaer Wissenschaftler Erhard Weigel die erste technische Anleitung zum Bau eines "Fliegenden Stuhles" an, der die Installation eines Prototyps im eigenen Haus folgte.

1714 konzipierte L.C. Sturm die Erfindung von E. Weigel für den Transport unterschiedlicher Personen. Der "Fliegende Stuhl" wurde nun als "Fahrstuhl" oder auch "Fahrmöbel" bezeichnet.
Auch heute hält sich die Bezeichnung "Fahrstuhl" zu Teilen in der Öffentlichkeit, obgleich keine Ähnlichkeit mehr zum Stuhl als Möbel besteht.

Zur weiterführenden Information stammt die Bezeichnung "Lift" aus dem Englischen (to lift = (an-)heben), genauso wie "Elevator" (lat. elevare – in die Höhe heben).

Fahrtrichtungsanzeiger

Der Fahrtrichtungsanzeiger in der Kabine zeigt die Richtung an, in welche die Kabine im Moment fährt.  

Fangvorrichtung

Die Fangvorrichtung ist eine mechanische Vorrichtung, mit der die Kabine oder das Gegengewicht bei Übergeschwindigkeiten oder Schäden der Antriebsmittel angehalten und an den Führungsschienen fixiert wird. Der freie Fall wird somit verhindert. Aktiviert wird die Einrichtung durch den Geschwindigkeitsbegrenzer.

Fernalarm

Ein Fernalarm-System bezeichnet ein Notalarm-System, das über größere Weglängen tätig ist. Siehe: Fernnotruf

Fernnotrufsystem

Ein Fernnotrufsystem sorgt für die unmittelbare Sprechverbindung von Fahrgästen mit Fachpersonal im Fall einer Störung. Diese ist sieben Tage die Woche/24 Stunden gewährleistet. Im Fall eines Personeneinschlusses können so eingeschlossene Personen in kürzester Zeit von speziell ausgebildetem Fachpersonal befreit werden.

Seit Juni 2015, mit Inkrafttreten der novellierten Betriebssicherheitsverordnung, sieht der Gesetzgeber ein Zweiwege-Kommunikationssystem über das ein Notdienst ständig erreicht werden kann, für alle Personenaufzüge verpflichtend vor. Diese können problemlos nachgerüstet werden.
Siehe auch: Schindler Notruf

Fernüberwachung

Der Anlagenbetreiber muss die Sicherheit der Aufzuganlage regelmäßig durch eine "Beauftragte Person" ("Aufzugswärter") prüfen lassen. Alternativ besteht die Möglichkeit der Fernüberwachung durch den Aufzugshersteller mit der elektronischen Prüfung über Zusatzmodule. Störungen werden so direkt an die rund um die Uhr besetzte Serviceabteilung der Aufzugsfirma geleitet.  

Feuerwehraufzug

Feuerwehraufzüge sind speziell gesicherte Aufzüge, die im Brandfall der Feuerwehr dazu dienen, möglichst schnell in die Brandetage zu gelangen. In Hochhäusern sind die speziell programmierten Feuerwehraufzüge elementarer Bestandteil der Gebäudesicherheit. Der Betrieb von Feuerwehraufzügen ist in der Betriebssicherheitsverordnung festgelegt und unterliegt einer regelmäßigen Prüfung der zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS).

Final Timer

Ein Final Timer sperrt die Türreversiermittel und schließt langsam die Türen, wenn Leute den Türbereich für allzu lange Zeit versperren. Normalerweise findet diese Funktion nur bei Kollektiv-Steuerungen (KA/KS) in Bürogebäuden, Einkaufsvierteln anderen öffentlichen Gebäuden mit hohem Verkehrsaufkommen Verwendung.

Finanzierung (WEG-Finanzierung)

Mit der Finanzierung, welche wir speziell für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) entwickelt haben, vereinfachen wir den Prozess für WEG und deren Verwaltungen entscheidend. So wird der Kredit von der WEG aufgenommen anstelle einer Sonderumlage für jeden Eigentümer. Hierdurch sind eine Einzelprüfung jedes Eigentümers sowie das Stellen von Sicherheiten oder Bürgschaften nicht erforderlich.

Förderhöhe

Die Förderhöhe definiert die Fahrstrecke des Aufzugs zwischen der untersten Haltestation (Oberkante des fertigen Fußbodens = kurz: OKFF) bis zur Oberkante des fertigen Fußbodens der obersten Haltestation.  

Förderleistung

Die Förderleistung beschreibt die Darstellung von Größe und Anzahl von Aufzugsanlagen eines Projektes über definierte Kennwerte. Dazu gehört die Umlaufzeit (Zeit, die der Aufzug für die Rückkehr zur Ausgangsposition benötigt), die mittlere Wartezeit (durchschnittliche Zeit, bis zur Abholung des Fahrgasts an einer Station) sowie die 5-Minuten Leistung (HC5, gibt Auskunft darüber, wie viele Personen mit dem Aufzug/den Aufzügen in fünf Minuten befördert werden können).  

Frequenzregelung

Die Frequenzregelung variiert Frequenz und Spannung des anliegenden Netzstromes für Aufzugs- und Türantriebe. Dies ermöglicht es, die Antriebe sehr exakt zu regulieren und damit Energie zu sparen und gleichzeitig den Fahrkomfort zu steigern.  

Führungsschiene

Als Führungsschiene bezeichnet man Stahlsegmente üblicherweise in T-Form, die im Aufzugsschacht montiert werden und den Fahrkorb und dessen Gegengewicht führen.  

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