Kälte im Aufzug

28.01.2019

Keine Gefahr bei Frost im Aufzug / Fahrverbot für Aufzüge bei Niedrigtemperaturen im Schacht.

Sie suchen einen Ansprechpartner?

Hier finden Sie ihn!

Schindler 6300 ohne Dachaufbau

Berlin – Immer wieder der gleiche Ärger: Kaum sinken die Temperaturen gen Null, verweigern Aufzüge an Bahnhöfen und in Parkhäusern ihren Dienst. Warum ist das eigentlich so?


Schuld daran ist nicht die Technik, sondern die gesetzliche Auflage. Denn bei den pausierenden Aufzügen handelt es sich um eine Sicherheitsmaßnahme, die Passagiere vor zu niedrigen Temperaturen im Fahrkorb schützt. „Die Aufzüge müssen sich abschalten, wenn die Temperaturen im Aufzugsschacht nicht mehr zwischen den von der EN 81-20 vorgeschriebenen +5°C und +40°C liegen“, erklärt Manfred Diekmann, zuständig für den Bereich Standards & Regulations bei Schindler Deutschland. „So wird sichergestellt, dass bei eisiger Kälte niemand in der Kabine eingeschlossen ist, falls der Aufzug einmal ausfällt.“

Hierfür können vor allem die elektronischen Komponenten verantwortlich sein, da sie unter- oder oberhalb bestimmter Temperaturen nicht mehr zuverlässig funktionieren. Mit einer vorausschauenden Planung und einer dem Standort entsprechenden Heizung im Schacht kann diesen Unterbrechungen aber vorgebeugt werden.

 

Gute Planung hilft im Voraus
Damit der Aufzug bei Niedrigtemperaturen nicht ausfällt, ist eine Fachberatung beim Einbau unerlässlich. Diekmann berichtet: „Als Hersteller sind wir verpflichtet zu fragen, ob sich der Aufzug drinnen oder draußen befindet und welchen Temperaturen er ausgesetzt sein wird.“ Gerade bei Anlagen, die nicht in geschlossenen Gebäuden eingesetzt werden, ist ein Beratungsgespräch unentbehrlich. An Bahnhöfen, Bahnsteigen oder in Parkhäusern lässt sich der Schacht oder der Maschinenraum beheizen. Bei Haltstellen, die unmittelbar ins Freie führen, hilft eine Heizung im Türbereich. 


Im Zweifel wird eine Heizung nachträglich eingebaut

„Falls bei der Planung darauf nicht geachtet wurde, kann eine Heizung in der Regel jederzeit nachgerüstet werden“, so der Schindler-Experte. Sollten die Temperaturen in diesem Fall unter +5°C sinken, bleibt der Aufzug aber nicht abrupt stehen. Stattdessen fährt die Kabine die nächste Haltestelle an, damit die Passagiere aussteigen können. Erst dann schaltet sich die Anlage ab und wartet bis sich der Schacht von alleine erwärmt hat. Je nach Wetterlage kann dies allerdings mehrere Tage dauern. Gibt die standardmäßig eingebaute Temperaturüberwachung anschließend ihr „Okay“, kehrt der Aufzug selbstständig in den Normalbetrieb zurück.


Über Schindler
Der 1874 gegründete Schindler Konzern ist einer der weltweit führenden Anbieter von Aufzügen und Fahrtreppen und damit einhergehenden Dienstleistungen. Seine innovativen und umweltfreundlichen Zutritts- und Beförderungssysteme prägen maßgeblich die Mobilität einer urbanen Gesellschaft. Täglich bewegt Schindler mit seinen Mobilitätslösungen 1 Milliarde Menschen auf der ganzen Welt. Hinter diesem Erfolg stehen mehr als 60.000 Mitarbeitende in über 100 Ländern. Schindler Deutschland wurde 1906 als erste Auslandstochter gegründet und ist heute mit rund 4.000 Mitarbeitern an 70 Standorten präsent.


Weitere Informationen
Jan Steeger, Pressesprecher
Telefon +49 30 7029 2560, jan.steeger@schindler.com