Gefährdungsbeurteilung FAQs
Die Gefährdungsbeurteilung – Was Sie als Aufzugsbetreiber wissen sollten

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Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?

Eine Gefährdungsbeurteilung ermittelt die Abweichung zum Stand der Technik einer Anlage, beurteilt das Anlagenumfeld unter Berücksichtigung der örtlichen Nutzungsbedingungen und zeigt mögliche Gefährdungen nach Höhe des Risikos (niedrig, mittel, hoch) auf.

Worin unterscheidet sich die Schindler Gefährdungsbeurteilung von anderen Anbietern?

Schindler prüft 124 Punkte (Stand Feb 2019) zu Technik und Umfeld Ihres Aufzugs und bietet damit die umfangreichste Beurteilung am Markt. Neben einem Bericht über die Abweichung zum Stand der Technik Ihrer Anlage erhalten Sie eine Beratung und den passenden Maßnahmenplan, um die erfassten Risiken zu beseitigen.

Benötigen alle Aufzüge eine Gefährdungsbeurteilung?

Die Betriebssicherheitsverordnung gilt für Arbeitsmittel sowie für überwachungspflichtige Anlagen. Da Ihr Aufzug eine überwachungsbedürftige Anlage ist, müssen vor seiner Verwendung mögliche Gefährdungen identifiziert und geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden. Für Aufzugsanlagen gilt dies laut BetrSichV jedoch nur, wenn sie von einem Arbeitgeber im Sinne des § 2 Absatz 3 Satz 1 verwendet werden, also von jemandem, der nach dem Arbeitsschutzgesetz als solcher bestimmt ist.

Wer haftet für meine Aufzugsanlage?

Als Betreiber haften Sie grundsätzlich für Ihren Aufzug. Um Ihr Haftungsrisiko einschätzen zu können, ist es nötig, die Gefährdungen zu ermitteln, die sich aus der Abweichung Ihres Aufzugs vom Stand der Technik ergeben.

Bin ich als Betreiber ein Arbeitgeber?

Für Aufzugsanlagen gilt laut § 3 Absatz 1 der Betriebssicherheitsverordnung: Arbeitgeber ist, wer nach dem Arbeitsschutzgesetz als solcher bestimmt ist, also wenn Sie sozialversicherungspflichtige Angestellte beschäftigen.

Ich bin kein echter Arbeitgeber. Dann muss ich nichts tun?

Gehören Sie nicht zu den „echten“ Arbeitgebern, haften Sie dennoch für Ihren Aufzug und müssen seine Verkehrssicherheit gewährleisten. Daher empfehlen wir Ihnen, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen, denn erst dann kennen Sie als Betreiber die
Gefährdungen Ihrer Anlage und können notwendige Schutzmaßnahmen einleiten, um eine sichere Verwendung zu ermöglichen.

Was passiert, wenn ich keine Gefährdungsbeurteilung durchführen lasse?

Die zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS) bemängeln, wenn für eine Anlage keine Gefährdungsbeurteilung vorliegt. Bei einem Unfall haften Sie, unabhängig davon, zivilrechtlich, und bei Fahrlässigkeit auch strafrechtlich, in vollem Umfang.

Welche Modernisierungsmaßnahmen muss ich durchführen lassen?

Als Arbeitgeber sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet, geeignete Schutzmaßnahmen durchzuführen, um eine sichere Verwendung des Aufzugs zu garantieren. Sie haften voll für die Sicherheit Ihres Aufzugs. Welche Vorkehrungen Sie jedoch letztlich treffen, ist Ihre eigene Entscheidung und Risikoeinschätzung.

Welche weiteren Vorteile bietet eine Modernisierung?

Neben der Verminderung Ihres Haftungsrisikos verbessern Sie durch die Modernisierung Ihrer Anlage die Funktionsfähigkeit des Aufzugs. Die Ersatzteilverfügbarkeit wird gesichert und die Störanfälligkeit reduziert sich. Außerdem erhöht sich der Komfort für die Nutzer, und neue Anforderungen wie Barrierefreiheit können umgesetzt werden.

Wie unterstützt mich Schindler?

Als Ihr kompetenter Partner rund um Ihren Aufzug bieten wir Ihnen sowohl die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung als auch die Erarbeitung eines geeigneten Maßnahmenplans an.

Unsere umfassende Gefährdungsbeurteilung ermittelt alle potenziellen Risiken Ihrer Anlage nach den Kategorien „niedrig“, „mittel“ und „hoch“. Sie erhalten nach Abschluss der Beurteilung ein ausführliches Protokoll. Zudem erstellen wir Ihnen zu den möglicherweise aufgenommenen Gefährdungen einen passenden Maßnahmenplan, den wir gerne mit Ihnen besprechen.