Zusammenschluss von ALSO und Actebis

13.01.2011

Die deutsche Actebis GmbH und die börsenkotierte ALSO Holding AG legen ihre Aktivitäten zusammen, vorbehältlich der Zustimmung der Aktionäre der ALSO an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 8. Februar 2011. Die neue Gesellschaft ALSO-Actebis Holding AG hat den Firmensitz in Hergiswil, Schweiz. Mit einem Umsatz von rund CHF 10 Mia. wird ALSO-Actebis europaweit das drittgrösste Handels- und Logistikunternehmen für IT, Telekommunikation und Consumer Electronics. Thomas C. Weissmann wird Verwaltungsratspräsident und Klaus Hellmich CEO von ALSO-Actebis.

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Die Special Distribution Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der Droege International Group AG und die Schindler Holding AG, die jeweiligen Haupteigentümer von Actebis und ALSO, haben am 12. Januar 2011 den Zusammenschlussvertrag unterzeichnet. Zusätzlich haben die Parteien einen Aktionärbindungsvertrag abgeschlossen, der ihre Beteiligung an ALSO-Actebis und die Corporate Governance des Konzerns regelt. Nachdem die EU-Kartellbehörde bereits im Dezember 2010 den Zusammenschluss ohne jegliche Auflagen genehmigt hat und die verantwortlichen Gremien der jeweiligen Haupteigentümer sowie der ALSO der Transaktion zugestimmt haben, bedarf es für den Vollzug des Zusammenschlusses noch der Zustimmung der Aktionäre der ALSO anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom 8. Februar 2011.

Der Zusammenschluss von ALSO und Actebis wird mittels einer ordentlichen Kapitalerhöhung realisiert. Es werden 6'809'950 neue Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Publikumsaktionäre und der Schindler Holding AG ausgegeben. Die Zuteilung der neuen Aktien erfolgt im Gegenzug zur Einbringung der Actebis Geschäftsanteile in die ALSO. Das Aktienkapital beläuft sich nach der Kapitalerhöhung auf CHF 12'848'962.-, bestehend aus 12'848'962 Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 1.-. Die Kotierung der neuen ALSO Aktien an der SIX Swiss Exchange erfolgt nach Genehmigung des Zusammenschlusses an der ausserordentlichen Generalversammlung. Die Gesellschaft wird anschliessend unter dem Namen ALSO-Actebis Holding AG firmieren.

Die bisherigen Gesellschafter der Actebis sind nach der Durchführung der Kapitalerhöhung Eigentümer von 53% des Aktienkapitals; die alten Aktionäre der ALSO halten 47%, wobei der Anteil von Schindler auf 30% zurück geht (64% von 47%, gerundet); die Droege-Gruppe wird einen Anteil von rund 51% halten. Das Austauschverhältnis wurde im Rahmen einer von KPMG erstellten Fairnessopinion als angemessen und fair bezeichnet.

Vorgeschlagen für den Einsitz in den Verwaltungsrat von ALSO-Actebis Holding AG ist neben Thomas C. Weissmann als Präsident neu Walter P. J.  Droege als Vize-Präsident. Neben den bisherigen Mitgliedern Prof. Dr. Karl Hofstetter sowie Prof. Dr. Rudolf Marty werden folgende neue Mitglieder vorgeschlagen: Peter Bühler, Alfons Frenk, Herbert H. Jacobi und Frank Tanski.

Die Konzernleitung der ALSO-Actebis besteht nach dem Zusammenschluss aus: Klaus Hellmich (CEO), Dr. Ralf Retzko (CFO), Prof. Dr. Gustavo Möller-Hergt (COO/Chief Integration Officer), Marc Schnyder (Schweiz), Michael Dressen (Deutschland und Österreich), Laisvunas Butkus (Baltikum), Maija Strandberg (Finnland), Torben Qvist (Norwegen, Dänemark und Schweden) und Ivan Renaudin (Frankreich und Holland).

An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 8. Februar 2011 wird den Aktionären die Ausschüttung einer ausserordentlichen Dividende von CHF 1.- pro Aktie vorgeschlagen, deren Ausschüttung ausschliesslich an die alten ALSO Aktionäre (Publikumsaktionäre und Schindler Holding) erfolgt. An der ordentlichen Generalversammlung von ALSO-Actebis vom 9. März 2011 wird auf einen Dividendenantrag verzichtet. Zudem wird den Aktionären an der ordentlichen Generalversammlung die Wahl von Ernst & Young und PricewaterhouseCoopers als gemeinsame Wirtschaftsprüfer vorgeschlagen.

Droege und Schindler sind überzeugt, dass ALSO-Actebis für die Zukunft gut positioniert ist. Mit dem Zusammenschluss werden in erster Linie folgende Ziele verfolgt: verbesserte Abdeckung der Kundenbasis, Steigerung der Attraktivität für die Hersteller, verbesserter Zugang zum Bank- und Kapitalmarkt, Erweiterung des Produktportfolios, Kostenführerschaft, Hebelwirkung in der gesamten Kostenstruktur und Optimierung des Einkaufes sowie eine weitere Attraktivitätssteigerung als Arbeitgeber – für bestehende wie neue Mitarbeitende.

Droege wie Schindler sind zuversichtlich, dass die Aktionäre der ALSO an der ausserordentlichen Generalversammlung den Anträgen folgen und den Zusammenschluss genehmigen werden.