Erfreulicher Leistungsausweis

26.10.2011

In der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 30. September 2011 hat Schindler den Auftragseingang in Lokalwährungen um 5,4% und die Betriebsleistung um 6,3% steigern können. Wechselkurseffekte von rund 12% führten allerdings dazu, dass sich der Auftragseingang in Schweizer Franken um 6,4% und die Betriebsleistung um 5,6% reduzierte. Das Betriebsergebnis (EBIT) im Aufzugs- und Fahrtreppengeschäft erreichte CHF 691 Mio., was einer EBIT-Marge von 12,1% entspricht (Vorjahresperiode: 12,2%). Im dritten Quartal 2011 konnte wie in der Vorjahresperiode eine Marge von 12,5% erzielt werden.

Contacts

For media:
Press Office
Tel. +41 41 445 30 60
corporate.communications@schindler.com

For investors & analysts:

Marco Knuchel
Head Investor Relations
Tel. +41 41 445 30 61
investor.relations@schindler.com

Der Konzerngewinn erreichte in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 30. September 2011 mit CHF 528 Mio. ebenfalls das Niveau der Vorjahresperiode (CHF 530 Mio.).

Anhaltend gute Nachfrage nach Schindler-Produkten

Die Schindler-Produkte erfreuen sich weltweit einer anhaltend guten Nachfrage. In den ersten neun Monaten hat sich der Auftragseingang in Lokalwährungen um 5,4% erhöht. Im dritten Quartal 2011 konnte sogar ein Anstieg von 6,6% verzeichnet werden. Alle Regionen trugen zu dieser erfreulichen Entwicklung bei, am stärksten die Region Asien / Pazifik.

Nach Umrechnung in Schweizer Franken wurde für die ersten neun Monate ein Auftragseingang von CHF 6 214 Mio. ausgewiesen, was einem Rückgang von 6,4% entspricht.

Die folgenden Aufträge sind besonders erwähnenswert: In China werden im Geschäftsgebäude Chengdu Ai Mei Gao in Chengdu City 43 Hochleistungsaufzüge Schindler 7000 eingebaut. 62 Hochleistungsaufzüge des gleichen Modells kommen in Macao im One Oasis zum Einsatz. Für die Tsuen Wan West Station in Hong Kong liefert Schindler gesamthaft 37 Aufzüge – davon 28 Hochleistungsaufzüge Schindler 7000 sowie acht Einheiten Schindler 5400. Der Rasuna Tower in Jakarta, Indonesien, wird mit 25 Hochleistungsaufzügen Schindler 7000, fünf Einheiten Schindler 5400 sowie zwei Fahrtreppen Schindler 9300 ausgestattet. In New York werden im Geschäftshaus 1290 Avenue of the Americas 34 Aufzüge mit der Zielrufsteuerung Schindler ID modernisiert, und das Newport Center in Newport Beach, Kalifornien, erhält sieben Hochleistungsaufzüge Schindler 7000 mit Schindler ID. Für die «Durchmesserlinie» in Zürich, das Herzstück des Grossprojektes der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), werden 57 Fahrtreppen Schindler 9300 AE geliefert.

Betriebsleistung und Betriebsergebnis

In Lokalwährungen ist die Betriebsleistung in den ersten neun Monaten um 6,3% gestiegen. Nach Umrechnung in Schweizer Franken betrug die Betriebsleistung CHF 5 699 Mio., was einem Rückgang von 5,6% entspricht. Die deutlich tieferen Umrechnungskurse hatten einen negativen Einfluss von CHF 719 Mio. oder rund 12%. Das hohe Wachstum in der Betriebsleistung wurde vor allem im Neuanlagengeschäft der Region Asien / Pazifik erzielt. Im Aufzugs- und Fahrtreppengeschäft konnte im gleichen Zeitraum ein Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 691 Mio. ausgewiesen werden (Vorjahresperiode: CHF 738 Mio.). Die tieferen Umrechnungskurse hatten einen negativen Einfluss von CHF 91 Mio. oder 12,4%. In den ersten neun Monaten wurde eine EBIT-Marge von 12,1% erzielt (Vorjahresperiode: 12,2%). Im dritten Quartal 2011 erreichte die EBIT-Marge mit 12,5% den Wert der Vorjahresperiode. Trotz des preislich anspruchsvollen Umfeldes und dem hohen Wachstum im Neuanlagengeschäft konnte die EBIT-Marge dank verbesserter Produktivität und Kostenstruktur auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Finanz- und Beteiligungsergebnis

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis beträgt CHF 26 Mio. (Vorjahresperiode: CHF -3,0 Mio.). Zum positiven Resultat haben das gute Ergebnis aus Währungsabsicherungen sowie ein leicht besseres Zinsergebnis beigetragen.

Konzerngewinn sowie Geldfluss aus Geschäftstätigkeit

Der ausgewiesene Konzerngewinn beträgt CHF 528 Mio. und hat damit das Niveau der Vorjahresperiode erreicht (CHF 530 Mio.). In der Berichtsperiode sind keine Restrukturierungskosten angefallen.

Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit beträgt CHF 461 Mio. und liegt deutlich unter dem hohen Wert der Vorjahresperiode von CHF 887 Mio. Dies ist in erster Linie auf eine ungünstigere Entwicklung des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen. Zudem wirkten sich auch tiefere Umrechnungskurse belastend aus.

Per 30. September 2011 verfügte der Konzern über flüssige Mittel von CHF 1 953 Mio. Davon werden CHF 1 365 Mio. in Schweizer Franken gehalten. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 38,4% (31. Dezember 2010: 37,9%).

Proaktive Massnahmen zur Sicherung der mittelfristigen Ziele

Auf Grund der Schuldenkrise und zahlreichen ausstehenden politischen Entscheiden bleibt die Einschätzung der globalen Wirtschaftsentwicklung weiterhin unsicher. Sowohl für Südeuropa als auch für die USA sind die Konjunkturaussichten ungünstig. Daher rechnet Schindler weiterhin mit einem schwierigen Umfeld in diesen Märkten.

Angesichts dieser Einschätzung wurde beschlossen, zusätzliche Massnahmen zu ergreifen. Schindler wird in den nächsten Monaten das Massnahmenpaket «LEAP» (Leading in Execution and Accelerating Performance) mit dem Ziel umsetzen, das Unternehmen noch besser zu positionieren und wettbewerbsfähiger zu machen. Das LEAP Programm beinhaltet folgende Initiativen:

  • Wachstum Betriebsleistung grösser als Wachstum Weltmarkt
  • Neue Produkte und Reduktion der Materialkosten im Bereich Aufzugsanlagen
  • Wachstum und Produktivitätssteigerung im Servicebereich
  • Höhere Produktivität im Back-Office und den Support-Funktionen

 

LEAP fokussiert einerseits auf die strategischen Wachstumsmärkte. Angesichts der starken Nachfrage in China und Indien werden die Produktions- und Entwicklungskapazitäten mit einem Investitionsvolumen von rund CHF 130 Mio. ausgebaut. Neben der schrittweisen Einführung des neuen Aufzugsproduktes Schindler 5500 wird der Aufzug Schindler 3300 weiter entwickelt und ein neues Produkt für das stark wachsende Segment des günstigen Wohnungsbaus in China eingeführt.

Andererseits werden in Europa und den USA die Strukturen der Konzerngesellschaften, wo notwendig, an die anhaltend schwächere Nachfrage angepasst, um die Profitabilität zu sichern oder zu verbessern. Damit verbunden werden Restrukturierungskosten in der Grössenordnung von CHF 100 bis CHF 150 Mio. vor Steuern anfallen und grösstenteils im vierten Quartal 2011 die Erfolgsrechnung belasten.

Das gesamte Massnahmenpaket dürfte bis Ende 2013 zu operativen Verbesserungen und Einsparungen von rund CHF 150 Mio. führen und ist deshalb ein wichtiger Schritt, die Zielsetzung einer EBIT-Marge von 14% mittelfristig zu erreichen. In dieser Zielsetzung ist allerdings ein Abgleiten der Weltwirtschaft in eine Rezession nicht berücksichtigt. Mit dem Jahresergebnis 2011 wird Schindler ausführlicher zum Programm LEAP berichten sowie die finanziellen Zielsetzungen für 2012 und 2013 konkretisieren.

Finanzierung

In Anbetracht des günstigen Zinsumfeldes prüft Schindler, noch 2011 eine Obligationenanleihe zu begeben mit dem Ziel, das Wachstum, die zusätzlichen Investitionen, weitere Aktienrückkäufe und Mergers & Acquisitions zu finanzieren sowie die strategische Flexibilität und die unternehmerische Unabhängigkeit sicherzustellen.

Ausblick 2011

Das operative Geschäft hat sich in den ersten neun Monaten im Rahmen der Erwartungen für das Gesamtjahr 2011 entwickelt. Der starke Schweizer Franken wird auch im vierten Quartal 2011 die Konzernrechnung belasten.

Schindler geht davon aus, dass der Konzerngewinn 2011 unter Ausklammerung nicht vorhersehbarer Ereignisse und nach Restrukturierungskosten von CHF 70 Mio. bis CHF 100 Mio. nach Steuern CHF 580 Mio. bis CHF 610 Mio. betragen wird.