Elektrisierender Umstieg

06.04.2021

Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt wird ein Teil der Schindler-Fahrzeugflotte mit Elektrofahrzeugen ersetzt. Das neue Antriebskonzept hilft, die CO2-Emissionen der Firma weiter zu senken.

Neue Elektrofahrzeug des Typ Renault Zoé

Die Vorgabe ist ehrgeizig: Bis 2022 will Schindler den konzernweiten CO2-Ausstoss um 25 Prozent reduzieren. Neben der Strom- und Wärmeversorgung der Liegenschaften stellt die Fahrzeugflotte eine wichtige Stellschraube dar. Denn fast 500 Mitarbeitende von Schindler Schweiz nutzen ein Geschäftsfahrzeug.

Die täglichen Fahrten zur Arbeit respektive zu Baustellen summieren sich rasch. Wenn die bisherigen Benzin- und Dieselfahrzeuge mit Elektrofahrzeugen ersetzt werden, ist die Hebelwirkung auf den CO2-Ausstoss entsprechend gross. Um das Potenzial abzuschätzen, wurde bei Schindler Schweiz von 2020-21 das Pilotprojekt «Elektrofahrzeuge für Kadermitarbeitende» umgesetzt.

Vielfältige Anreize

Die 19 Projektteilnehmer profitierten von einem attraktiven Gesamtpaket. Ihre monatlichen Kosten für das Elektrofahrzeug liegen deutlich tiefer als bei den bisher üblichen Kombis. Zudem dürfen die Elektrofahrzeuge unbegrenzt für private Zwecke genutzt werden. Auch bei Mitarbeitenden, die neben dem Firmenfahrzeug ein zusätzliches Privatauto nutzen, gibt es damit einen grossen Anreiz, in der Freizeit elektrisch zu fahren. Die CO2-Reduktion wird damit nicht nur während der Arbeitszeit erreicht.

Ein wichtiger Teil für das entspannte elektrische Fahren ist eine gute Ladeinfrastruktur. Schindler fördert diese gleich doppelt. Einerseits erhalten Mitarbeitende, die auf ein Elektrofahrzeug umsteigen, einen pauschalen Beitrag für die Installation einer Ladestation bei ihrem Garagenplatz. Andererseits hat Schindler den Campus Ebikon sowie drei Geschäftsstellen mit Ladestationen ausgerüstet.

In den nächsten zwölf Monaten folgen die restlichen Geschäftsstellen von Schindler. Im Endausbau werden schweizweit 200 Ladestationen zur Verfügung stehen. Damit kann das Fahrzeug nicht nur zuhause, sondern auch im Büro geladen werden. Die Stromkosten für das Laden werden von den Mitarbeitenden getragen. Auch hier besitzt der Elektroantrieb finanzielle Vorteile. Bei einem Strompreis von 10 Rappen pro Kilowattstunde kostet das «Tanken» von 100 Kilometern Reichweite weniger als zwei Franken.
 

Gute Noten

Das neue Elektrofahrzeug des Typ Renault Zoé ist deutlich kleiner als die vorher üblichen Kombis. Das spielt für die Teilnehmer des Pilotprojekts nur eine kleine Rolle, da sie für ihre geschäftlichen Fahrten nicht viel Material mitführen müssen. Speziell geschätzt wird der hohe Fahrkomfort. Anders als konventionelle Motoren verursacht der Elektromotor weder Lärm noch Vibrationen. Das Geräuschniveau im «Stromer» ist merkbar tiefer, was zum entspannten Unterwegssein beiträgt.

«Die vielen positiven Rückmeldungen, die finanziellen Vorteile sowie der wegfallende CO2-Ausstoss sind starke Argumente für die Elektromobilität. Deshalb weiten wir das Programm nun auf alle Kadermitarbeitenden mit Tätigkeiten im Aussendienst aus», sagt Marco Ceresa, Fleet Manager bei Schindler Schweiz.

Derzeit sind 30 Elektrofahrzeuge im Einsatz, diese Zahl soll bis Ende Jahr weiter steigen. Wer umsteigen möchte, muss nicht bis zum Ende der regulären Auto-Nutzungsperiode warten: «Jede und jeder kann sofort auf ein Elektrofahrzeug wechseln. Mit der wachsenden Zahl von Ladestationen bei unseren Geschäftsstellen dürfte die Nachfrage weiter zunehmen», sagt Ceresa.
 

Kontakt

Schindler Aufzüge AG
Zugerstrasse 13
6030 Ebikon
Schweiz

Telefon: +41 41 445 31 31
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