Ein Elektromotorrad für Umweltbewusste und hartgesottene Biker

18.06.2018

Kontakt

Schindler Aufzüge AG
Zugerstrasse 13
6030 Ebikon
Schweiz

Telefon: +41 41 445 31 31
info_sch.ch@schindler.com

ETHEC - Elektromotorrad

Die Mischung aus Retro und Futuristik überzeugt: So ist es dem interdisziplinären ethec-Team gelungen, Design und Funktionalität perfekt zu vereinen. Das sportliche Naked-Bike überzeugt auch mit seinen inneren Werten: Angetrieben wird es von zwei Elektro-Radnabenmotoren, die im Hinter- und Vorderrad untergebracht sind. Die beiden Motoren weisen einen hohen Wirkungsgrad auf, der rund dreimal höher ist als derjenige von Verbrennungsmotoren. Doch dem nicht genug: Ein Fokus des jungen Forscherteams lag auf der Rekuperation, dem Zurückgewinnen von Bremsenergie. Die geschieht beim Motorrad von ethec am Vorderrad, wo 75 Prozent der gesamten Bremsenergie wirken. Das ethec-Motorrad bremst mit dem dort eingebauten Radnabenmotor – dabei entsteht nicht wie üblich Wärme, sondern wieder Strom, der dem Akku zugeführt wird.

Praxistest bestanden

Der voll fahrfähige Prototyp hat bereits erste Praxistests hinter sich. Und diese sind vielversprechend: So hat das Elektromotorrad auf der Teststrecke innerhalb von neun Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt, seine gemessene Spitzengeschwindigkeit betrugt 128 km/h. Beim Testlauf wurde allerdings die maximale Drehzahl der Motoren begrenzt. Die maximale Geschwindigkeit, die die Motoren erreichen können, liegt bei über 140 km/h. «Es besteht aber durchaus Verbesserungspotenzial», verrät ethec-Mitglied Jan Schubert. So liesse sich – nach heutigem Wissensstand – das Gesamtgewicht des Motorrads um mehr als zehn Prozent verringern. Das würde sowohl Beschleunigung und Spitzengeschwindigkeit wie auch die Reichweite noch einmal verbessern. «Auch die Motoren und die Rekuperation lassen sich weiterentwickeln und verbessern.» Ethec soll daher nächstes Jahr in die zweite Runde gehen. Auf die Resultate darf man erneut gespannt sein.

Die zur Rekuperations-Technologie gewonnenen Erkenntnisse sind auch für Schindler interessant. So bietet Schindler seit einigen Jahren Aufzüge, die auf dieselbe Weise Strom beim Bremsen zurückgewinnen – und dadurch besonders energieeffizient sind. Es lag daher auf der Hand, das zukunftsträchtige Projekt als Sponsor zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt