Norm für Aufzüge gewährleistet Sicherheit

Richtlinien & Gesetze Sichere Mobilität für Betreiber und Nutzer

Gesetzliche Vorschriften und Normen legen die grundlegenden Anforderungen und Bedingungen zu Sicherheit, Inbetriebnahme und Betrieb von Aufzügen, Rolltreppen und Fahrsteigen fest. So sollen Nutzer und Dritte geschützt werden. Das Wichtigste in Kürze.


Richtlinien und Normen Aufzüge

Gesetzliche Grundlagen in der Schweiz

In der Schweiz dürfen Aufzüge, Rolltreppen und Fahrsteige nur in Verkehr gebracht und betrieben werden, wenn sie hohe Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen erfüllen. Diese sind in der Aufzugsverordnung und in der Maschinenverordnung des Bundes geregelt. Als gesetzliche Grundlage für diese Verordnungen dienen das Bundesgesetz über die technischen Handelshemmnisse (THG) und das Bundesgesetz über die Produktesicherheit (PrSG).

Das THG und das PrSG regeln das Inverkehrbringen neuer Anlagen und Ersatzanlagen. Mit der Aufzugsverordnung sowie der Maschinenverordnung wurden die Europäische Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU sowie die Europäische Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ins nationale Recht umgesetzt.

Wichtig: Im Zusammenhang mit dem Inverkehrbringen neuer Anlagen sind ausserdem die kantonalen Bauvorschriften zu beachten.


Barrierefreie Mobilität

Behindertengerechte Mobilität: diese Normen gelten

Das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) kommt zur Anwendung, wenn ein Gebäude oder eine Anlage gebaut oder erneuert wird und dieses Vorhaben gemäss kantonalem Recht einer Bewilligungspflicht untersteht. 

Das BehiG unterscheidet in Art. 3 drei Kategorien von Bauten und Anlagen, bei welchen spezifische bauliche Anforderungen erfüllt werden müssen: 

  • Öffentlich zugängliche Bauten und Anlagen
  • Wohngebäude mit mehr als acht Wohneinheiten
  • Gebäude mit mehr als 50 Arbeitsplätzen 

Bei öffentlich zugänglichen Bauten und Anlagen muss die behindertengerechte Benutzbarkeit der öffentlich zugänglichen Bereiche möglich sein. Bei Wohngebäuden mit mehr als acht Wohneinheiten muss hingegen insbesondere der Zugang zum Gebäude selbst und zu den einzelnen Wohnungen in allen Stockwerken gewährleistet sein. Diese Zugangsart beinhaltet auch die Pflicht, alle Wohngeschosse mit einem normkonformen, rollstuhlgängigen Aufzug zu erschliessen.

Die Details zur Ausgestaltung des Zugangs und den technischen Ausführungsbestimmungen finden Sie in der Schweizer Norm SN 521500 (SIA 500), im kantonalen Baurecht und in der Europäischen Norm SN EN 81-70.


Brandschutz Aufzug

Schutz vor Brand: die wichtigsten Brandschutzvorschriften

Die Brandschutznorm sowie die Brandschutzrichtlinien und Prüfbestimmungen der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) wurden von allen Kantonen übernommen und haben in der gesamten Schweiz Gültigkeit. 

  • Die Brandschutznorm VKF 01-15 setzt den Rahmen für den baulichen, technischen und betrieblichen Brandschutz und bestimmt die geltenden Sicherheitsstandards. 
  • Die Brandschutzrichtlinie VKF 23-15 «Beförderungsanlagen» konkretisiert die brandschutztechnischen Anforderungen für Aufzüge, Rolltreppen und Fahrsteige
  • Die Brandschutzrichtlinie für Baustoffe & Bauteile VKF 13-15 regelt und erklärt die brandschutztechnische Klassierung von Baustoffen und Bauteilen nach VKF und legt fest, welche Feuerwiderstandsklassen nach EN 13501 in der Schweiz zur Anwendung kommen.

Sie wünschen sich mehr Informationen?

Für eine Übersicht über die geltenden Normen empfehlen wir die Webseite des Verbands schweizerischer Aufzugsunternehmen.

Aber auch wir lassen Sie nicht im Stich. Gerne geben unsere Experten direkt Auskunft und unterstützen Sie in Ihren Projekten. 

Kontakt

Schindler Aufzüge AG
Zugerstrasse 13
6030 Ebikon
Schweiz

Telefon: +41 41 445 31 31
info_sch.ch@schindler.com