Landeskrankenhaus Feldkirch Wie Waren ihre Wege selbst finden

Ohne Fahrerlose Transportsysteme (FTS) wäre der komplexe Alltag in einem Krankenhaus kaum zu bewältigen. Im Landeskrankenhaus Feldkirch unterstützt ein solches System die rasche und reibungslose Verteilung von medizinischen Waren, Verpflegung und Ähnlichem.


Landeskrankenhaus Feldkirch

Selbstfahrende sogenannte Lastaufnahmemittel nehmen Container „Huckepack“ und transportieren diese von A nach B. Damit die Container nicht nur horizontal, sondern auch vertikal transportiert werden, zeichnete sich die Firma Schindler Aufzüge für die Einbindung des FTS in die Aufzugstechnik, bzw. -steuerung verantwortlich. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche wird der pünktliche, automatische Warentransport benötigt – und soll mit möglichst geringem Aufwand erfolgen.

Schindler hat das im Landeskrankenhaus Feldkirch mit einer FTS-Lösung umgesetzt: Um Mahlzeiten oder Medikamente rasch zu verteilen, Schwarzgeschirr abzutransportieren oder andere Waren zu befördern, werden Container mithilfe eines Lastaufnahmemittels, in Form eines akkugespeisten Wagens, nach den jeweiligen Bedürfnissen der Stationen über die Aufzüge versendet.

Intelligente Kommunikation

Die Aufzüge können sowohl von Personen  als auch für FTS-Transporte genutzt werden. Um das reibungsfrei zu ermöglichen, kommuniziert das FTS Leitsystem mit der Aufzugssteuerung über eigens vom Steuerungshersteller programmierbare Schnittstellenmodule, über die der Datenaustausch stattfindet. Die Aufzugssteuerung erkennt, wenn sich keine Personen im Lift befinden, und gibt dann der FTS Leitstelle eine Freigabe zum Warentransport. Optische Laufschriften an der Stockwerkanzeige signalisieren einen Automatikbetrieb und unterbinden dadurch eine Personenfahrt.

Technische Herausforderungen

Insgesamt wurden sechs Anlagen von Schindler installiert, diese absolvieren pro Tag tausende Fahrten. Zu den Herausforderungen zählten die technische Lösung der Steuerungskommunikation sowie folgende Gegebenheiten: Die Laufräder der Lastaufnahmemittel haben nur einen sehr geringen Durchmesser – daher musste das Schwellenmaß so klein als möglich gehalten werden, um ein Verschütten des Ladegutes zu verhindern. Weiters weisen die Lastaufnahmemittel einen sehr niedrigen Schwerpunkt auf, damit wurde eine genaue Nachholung und Bündigstellung der Hydraulikanlagen ohne Aufsetzvorrichtung notwendig.

Im Falle einer Störung bei einer der hydraulischen Aufzugsanlagen kommt ein Ersatzaggregat mit Schnittstelle zur Steuerung zum Einsatz. Der Haustechniker wird automatisch über die Leitstelle informiert und kann das Ersatzaggregat rasch in Betrieb nehmen, so dass Stillstandszeiten auf ein Minimum reduziert werden.

Flexibilität und Service

Da das bestehende Krankenhaus zum Teil umgebaut und zum Teil auch neu angebaut wurde, musste Schindler besonders flexibel planen und wurde von Beginn der Umstrukturierung an miteinbezogen. Zudem sollten die neuen Anlagen optisch zu den alten passen. Zum  Leistungsumfang zählten auch die externe Zutrittskontrolle und die Videoüberwachung. Die  Instandhaltung und der Service werden 24 Stunden täglich gewährleistet, gesamt werden 23  Anlagen im LKH Feldkirch serviciert.

Kundennähe – 24h am Tag

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