Schindler – Ein Unternehmen mit Geschichte

Innovationen und Erfolge, Rückschläge und Rekorde: Der rote Faden unserer fast 140-jährigen Unternehmensgeschichte ist die Begeisterung für Technologie und Mobilität. Wie aus einem lokalen Maschinenbauer einer der weltweit führenden Anbieter von Aufzügen, Fahrtreppen und Serviceleistungen wird? Bitte steigen Sie ein für eine Reise durch die Zeit.

2001 – heute: Fokus auf Nachhaltigkeit

2011

Weltpremiere mit Schindler: Die Modernisierung der Unternehmenszentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main wurde als erste Hochhaus-Sanierung überhaupt mit dem LEED-Zertifikat in Platin ausgezeichnet. Die nachhaltigen Schindler Aufzüge in den sogenannten Greentowers tragen zur positiven Energiebilanz bei, indem sie gegenüber der alten Technik bis zu 54 Prozent Strom sparen. Dies ist durch die elektronische Frequenzumrichter- Technologie Schindler PF1, Energierückspeisung und das Verkehrsmanagementsystem PORT möglich.

2009

Schindler entwickelt ein innovatives Verkehrsmanagementsystem der Spitzenklasse: Die PORT-Technologie berechnet für jeden einzelnen Fahrgast den optimalen Weg zu jedem beliebigen Zielort im Gebäude. Zugangskontrolle, Benutzerführung und Sicherheitselemente führen zu einer Optimierung der Betriebsabläufe – Energieeffizienz und reduzierte Betriebskosten sind der Nutzen.

2005

Mit der Einführung der neuen Personenaufzüge Schindler 3300 für Wohnhäuser und dem Schindler 5300 für Geschäfts- und große Wohnhäuser, der 2000er Reihe der Lastenaufzüge und dem System Schindler 6200 für maßgeschneiderte Modernisierungen kommt die nächste Generation von flexiblen Standard-Aufzügen auf den Markt.

1975 – 2000: Strategische Neuausrichtung

2000

Neueste Technologie: Schindler präsentiert den maschinenraumlosen Aufzug EuroLift, dessen Komponenten vollständig aus verschiedenen europäischen Konzerngesellschaften stammen. Zudem entwickelt Schindler das erste vollsynthetische Aufzugsseil Schindler Aramid und einen neuartigen, getriebelosen Permanent-Magnetantrieb.

1998

Schindler wird Marktführer in Deutschland. Die Übernahme der Stuttgarter Haushahn GmbH, dem damals fünftgrößten deutschen Aufzugsunternehmen, ist dafür ein wichtiger Schritt.

1996

Die intelligente Zielrufsteuerung Miconic 10 wird eingeführt. Statt einen Aufzug per Knopfdruck zu rufen, gibt der Fahrgast auf einer 10er-Tastatur sein Fahrtziel an. So wird die Kapazität von Aufzugsgruppen um bis zu 50 Prozent gesteigert und die gesamte Fahrzeit deutlich reduziert.

1990

Bauboom nach der Wiedervereinigung: Zahlreiche Neubauten in Berlin und den neuen Bundesländern werden mit Aufzügen ausgestattet und Anlagen in den Plattenbausiedlungen nachgerüstet. Durch Kooperationen und Übernahmen ehemals volkseigener Betriebe baut Schindler seine Position als führendes Unternehmen in der Branche aus.

1988

Großauftrag in Europas höchstem Bürogebäude: Schindler installiert 24 Hochleistungsaufzüge und vier Fahrtreppen im Messeturm in Frankfurt am Main.

1983

Ein großer Schritt zu mehr Sicherheit: Die ersten Aufzüge mit der Fernüberwachung «SAS 2000» werden an die Notruf-Zentrale angeschlossen.

1981

Im Jahr des 75. Firmenjubiläums wird der Grundstein für die neue Hauptverwaltung in der Ringstraße, dem heutigen Schindler-Platz, in Berlin-Mariendorf gelegt. Im folgenden Jahr werden die beiden achteckigen Türme fertiggestellt und bezogen.

1980

Mit der Installation von 18 Aufzügen und zwei Fahrtreppen auf der «MS Europa» feiert Schindler Deutschland erste Erfolge auf dem Markt der Schiffsaufzüge.

1979

Geschwindigkeitsrausch im Fernmeldeturm Nürnberg: 6,3 Meter pro Sekunde! Der bis dahin schnellste Schindler Aufzug in Deutschland wird mit einer Förderhöhe von 193 Metern montiert.

1977

Wichtige strategische Entscheidungen werden getroffen: Schindler steigt in den Markt für Fahrtreppen und Fahrsteige ein und erweitert so sein Portfolio. Dabei gewinnen Wartung, Reparatur und Modernisierung zunehmend an Bedeutung: Schindler entwickelt sich vom Maschinenbauer zum Dienstleister.

1951 – 1975: Schindler im Aufwind

1969

Der Standard-Personenaufzug «Portamatic» wird auf den Markt gebracht. Ohne Aufpreis bietet er automatische Kabinenabschlusstüren, die Ende der 1960er Jahre in Deutschland Pflicht werden.

1964

Das dritte Berliner Werk wird gegründet. Mit dem neuen Standort in der Ringstraße in Berlin-Mariendorf kann das Werk II in Berlin-Neukölln zwei Jahre später aufgelöst werden.

1956

Mitarbeiter-Rekord zum 50-jährigen Bestehen: Schindler beschäftigt in den vier Werken Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Würzburg sowie in zwölf Niederlassungen bereits mehr als 1.000 Mitarbeiter.

1954

Um neue Märkte zu erschließen gründet Zeno Schindler, damaliger Generaldirektor von Schindler Deutschland, weitere Tochtergesellschaften in Westdeutschland.

Schiller Theater, Amerika-Gedenk-Bibliothek, KaDeWe, Hotel Kempinski und das Zentrum am Zoo – In den Jahren des Aufschwungs stattet Schindler diese Westberliner Institutionen mit Aufzügen aus.

1952

Technische Innovation: Schindler entwickelt mit dem System «Directronic» einen röhrengesteuerten, stufenlos geregelten Drehstromantrieb. Damit ist es möglich, schneller und genauer in den Etagen einzufahren und anzuhalten. Die neue Produktionsstätte Werk I wird in Berlin-Marienfelde eröffnet – Ab 1958 ist dort in der Großbeerenstraße 169-171 auch der Firmensitz von Schindler in Deutschland.

1926 – 1950: Wachstum, Tiefpunkt und Neustart

1945

Neuanfang nach Kriegsende mit zwölf verbliebenen Mitarbeitern – Bereits im Spätsommer können die ersten Aufzüge wieder in Betrieb genommen werden. Eine Produktion von Aufzügen ist aber erst nach Ende der Berlin-Blockade 1949 wieder möglich.

1939

Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs verringert sich die Zahl der Schindler Beschäftigen auf 50 Mitarbeiter – trotz der Versuche des damaligen Schindler Geschäftsführers Erich Hampel, viele der 180 Betriebsangehörigen als «unabkömmlich» vom Wehrdienst freistellen zu lassen. Schindler Deutschland ist während der Kriegsjahre nicht an der Rüstungsgüterproduktion beteiligt.

1928

Eine Sammelsteuerung revolutioniert die Aufzugtechnik: Statt die Etagen in der Reihenfolge der Rufe anzufahren, sind jetzt Zwischenhalte möglich – ein großer Schritt zu mehr Effektivität. Im selben Jahr entwickelt Schindler die ersten vollautomatisch bei der Ein- und Ausfahrt schließenden Schachttüren.

1927

Neuer Name – anderer Standort: Die seit 1926 als Schindler Aufzüge bekannte GmbH zieht an den neuen Firmensitz in der Kopischstraße 1 in Berlin-Kreuzberg. Dort werden erstmals komplette Aufzugsanlagen einschließlich Motoren und elektrischer Ausrüstung gefertigt.

Schindler Fabrik in Berlin-Tempelhof nach 1906
Schindler Fabrik in Berlin-Tempelhof nach 1906

1906 – 1925: Schindler Deutschland entsteht

1925:

Innovative Komponente: Schindler entwickelt einen durch eine Kaskadenschaltung gesteuerten Antrieb mit zwei Geschwindigkeiten. Damit ist es möglich, langsamer in die Etage einzufahren und das Etagenniveau feiner einzustellen.

1907:

Die Produktion der ersten Schindler Aufzüge in Berlin läuft an – Der Firmensitz wird dafür in die Ringbahnstraße nach Tempelhof verlegt. Schindler gewinnt durch die Beteiligung an Prestige-Projekten wie der Deutschen Länderbank und dem Hotel «König von Portugal» an Ansehen.

1906:

Die erste ausländische Schindler Tochter wird am 7. November 1906 in Berlin gegründet. Alfred Schindler, ein Neffe Robert Schindlers, und sein Partner Fritz Geilfuss erhalten im Berliner Handelsregister die Nummer 1164 für ihre «Spezial-Fabrik für elektrische Aufzüge mit automatischer Druckknopfsteuerung». 

Alfred Schindler – Gründer von Schindler Deutschland
Alfred Schindler
Fritz Geilfuss – Gründer von Schindler Deutschland
Fritz Geilfuss
Schindler Fabrik in Luzern nach 1900
Schindler Fabrik in Luzern nach 1900

1874 – 1905: Die Vorgeschichte

1874 gründen Robert Schindler und Eduard Villiger in Luzern, Schweiz die mechanische Werkstatt Schindler «Dampfschiffantriebe und Maschinen aller Art». Schon 1890 verlässt der erste Aufzug das Schweizer Werk.