Wartung: Guter Service ist messbar

Sicherheit und hohe Verfügbarkeit einer Aufzugsanlage sind nur durch regelmäßige Wartung und Instandhaltung möglich. Die Aufzugsunternehmen bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Serviceverträge von der Basiswartung bis hin zur Vollwartung. Die Verpflichtung zu regelmäßiger Wartung ist in der Betriebssicherheitsverordnung (§12) festgelegt. Grundlage jedes Vertrags sollte die europäische Wartungsnorm DIN EN 13015 sein.

Schindler Servicetechniker mit Checkliste vor Aufzug

Guter Aufzugsservice ist messbar. Dabei kommt es nicht darauf an, wie oft der Techniker an der Anlage arbeitet. Entscheidend ist, dass die Ausfallzeiten selbst bei älteren und hochfrequentierten Aufzügen gering gehalten werden. Schindler beispielsweise kann eine Verfügbarkeit von über 99,5 Prozent garantieren – inkl. Wartungs- und sonstiger Ausfallzeiten. Die Serviceintervalle legen Betreiber und Aufzugsunternehmen am Beginn der Zusammenarbeit fest. Bei neueren Aufzügen sollte auch die kontrollierte Schachtentlüftung regelmäßig gewartet und auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden.

Wartungstypen im Überblick

BasiswartungDie Basispakete der Hersteller umfassen die grundlegende Wartung und Inspektion für den sicheren Betrieb der Aufzugsanlage. Kosten für Störungsbeseitigung, Reparaturen und Ersatzteile muss der Betreiber selbst tragen. Das birgt ein gewisses Risiko, wenn teure Komponenten defekt sind oder sich der Aufzug als störanfällig erweist. Gute Serviceunternehmen erstellen daher einen Zustandsbericht, der absehbaren Reparaturbedarf rechtzeitig ausweist.
VollwartungBei einem Vollwartungsvertrag sind neben der Basiswartung auch die Störungsbeseitigung und der rechtzeitige Austausch von Teilen inkludiert. Da ein neuer Aufzug in den ersten Betriebsjahren erfahrungsgemäß nur geringe Reparaturkosten verursacht, bieten Verträge wie Schindler Excellence ein gestaffeltes Preismodell mit niedrigen Einstiegskosten. Werden mit den Jahren kostenintensivere Verschleißteile und größere Reparaturen fällig, schützt der Vollwartungsvertrag vor einer Kostenexplosion. Wichtig ist, dass im Vertrag wirklich alle Komponenten abgedeckt sind.
Zusätzliche ModuleZusätzliche Module zum Wartungsvertrag decken weitere Eventualitäten ab. Dazu zählen beispielsweise die kostenfreie Störungsbeseitigung außerhalb der regulären Betriebszeiten oder ein Fernnotrufsystem mit kostenloser Personenbefreiung. Auch Betreiberpflichten wie regelmäßige Prüfungen, Gefährdungsbeurteilungen oder die Ausbildung einer beauftragten Person (Aufzugswärter) können an das Serviceunternehmen delegiert werden.