22.04.2014

Solar Impulse – Das Unmögliche möglich machen

Solar Impulse präsentierte am 9. April 2014 in Payerne offiziell das erste Round-the-World-Solarflugzeug „Solar Impulse 2“. Schindler unterstützt das innovative Projekt als einer der Hauptpartner unter anderem mit dem Knowhow seiner Ingenieure.

Solar Impulse

Am 9. April 2014 rückte die Weltumrundung ohne fossile Treibstoffe in greifbare Nähe: Bertrand Piccard, Initiator und Präsident Solar Impulse, und André Borschberg, Mitbegründer und CEO Solar Impulse, präsentierten in Payerne vor rund 500 geladenen Gästen offiziell das Round-the-World-Solarflugzeug „Solar Impulse 2“. Im Mai 2014 werden damit die ersten Testflüge stattfinden, gefolgt von Trainingsflügen über der Schweiz.

„Vor zwölf Jahren simulierten wir die Vision Solar Impulse am Computer und die Experten lachten. Heute präsentieren wir das energieeffizienteste Flugzeug, das es je gegeben hat und beweisen, dass das vermeintlich Unmögliche möglich ist“, umschrieb Piccard die grosse Bedeutung dieses Tages. Bundesrat Ueli Maurer hob in seiner Gastrede hervor, dass es sich „lohnt, bewusst Risiken einzugehen, um das Aussergewöhnliche zu erreichen.“

Bis zu fünf Tage Non-Stopp-Flug

Aussergewöhnliches will das Team um die Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg wahrlich erreichen: Mit „Solar Impulse 2“ nehmen sie 2015 das Abenteuer der Weltumrundung nur mit der Kraft der Sonne in Angriff. Die Testflüge mit dem Prototyp „Solar Impulse 1“ bewiesen, dass Clean-Tech unglaubliches leisten kann: Erstmals war ein Solarflugzeug Tag und Nacht in der Luft, überquerte zwei Kontinente und durchflog die USA. „Nun müssen wir noch weiter gehen“, fasst André Borschberg die Mission für „Solar Impulse 2“ zusammen.

Bei der Weltumrundung ist der Flieger bis zu fünf Tage und Nächte non-stopp in der Luft. Die beiden Piloten wechseln sich mit Fliegen ab. Ihnen und dem Flugzeug verlangt die Strecke von total rund 35‘000 Kilometern eine enorme Leistung ab. „Solar Impulse 2“ ist deshalb 15% grösser und noch stabiler als der Prototyp. Das neue Cockpit bietet dem Piloten zudem alles, was er benötigt, um eine Woche darin zu leben. Normalerweise bringen solche Veränderungen ein grösseres Gewicht und somit geringere Effizienz mit sich. „Solar Impulse 2“ aber ist dank unermüdlichem Team-Einsatz proportional noch leichter und damit effizienter als sein Vorgänger.

Vermeintliche Grenzen sprengen

Wie Solar Impulse sieht auch Schindler die Zukunft in Cleantech-Lösungen und setzt alles daran, seine Produkte energetisch noch effizienter zu machen. Als einer der Hauptpartner unterstützt Schindler darum Solar Impulse seit 2011. „Wahrer Fortschritt ist mehr als die Verbesserung des Bestehenden. Es braucht fundamental neue Denkansätze, welche die vermeintlichen Grenzen sprengen“, erklärt Alfred N. Schindler, Verwaltungsratspräsident Schindler Holding AG, die Wichtigkeit von Innovation.

Die Partnerschaft mit Solar Impulse beinhaltet auch die Einbettung eigener Ingenieure in das einzigartige Netzwerk von Forschern und Technikern unterschiedlichster Branchen und Länder. Andrea Cambruzzi, Mitarbeiter Schindler New Technology, gehörte während sieben Monaten dem Berechnungsteam an, das das Flugzeug so leicht machte: „Wir haben die Materialien bis ans Limit gepusht. Diesen Spirit nehme ich mit in meine Tätigkeit bei Schindler. Das heisst: Immer neugierig sein und mehr wollen, als auf den ersten Blick möglich erscheint.“